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Deutschland wählt:

Bundestagswahl 2017: Eine Abstimmung vor den Augen der Welt

Deutschland wählt - und die Weltöffentlichkeit blickt auf das Land. Warum diese Wahl eine besondere ist, und wie die DW darüber berichtet, beschreibt Chefredakteurin Ines Pohl in ihrem Editorial.

Die Welt blickt in diesen Wochen und Monaten so intensiv auf Deutschland wie lange nicht. Viele tun das mit Bewunderung und Wertschätzung. Aber beileibe nicht alle: Während die einen sich fast neidvoll fragen, wie Deutschland es schafft, trotz aller Herausforderungen und Probleme eine solche Grundstabilität zu verströmen, haben die anderen Angst vor einer erneuten Übermacht dieses Landes im Herzen Europas.

Manche sehen in Deutschland und seiner Kanzlerin Angela Merkel die letzte Bastion, die die EU vor dem Zerfall bewahren kann, andere werfen Deutschland vor, dem Kontinent seine Regeln mit aller Macht aufzudrücken. Und zwar nicht zum Wohle Europas, sondern einzig zum eigenen Vorteil: alles für den Exportmeister und das andauernde Wirtschaftswunder.

Akt der Menschlichkeit oder Untergang des Abendlandes?

Je nachdem wo ich in der Welt unterwegs bin, treffe ich auf Menschen, die die Bereitschaft Deutschlands, mehr als eine Million Flüchtlinge aufzunehmen, als Akt der Menschlichkeit preisen – oder ich begegne wütenden Männern und Frauen, die uns vorwerfen, die vielen Flüchtlinge überhaupt erst angelockt zu haben und damit für den Untergang des christlichen Abendlands verantwortlich zu sein.

Ines Pohl (DW/P. Böll)

DW-Chefredakteurin Ines Pohl

Entsprechend wichtig nehmen wir als Deutsche Welle den kommenden Bundestagswahlkampf. Am 24. September wählt Deutschland ein neues Parlament und entscheidet damit darüber, wer dieses Land künftig regiert. Als Auslandssender wollen wir die neue Aufmerksamkeit nutzen, um zu erklären, was in unserem Land los ist. Was die Deutschen bewegt, die mit dem Kurs der derzeitigen Bundesregierung im Großen und Ganzen zufrieden sind. Was jene umtreibt, die Angst haben vor der Zukunft, davor, abgehängt zu werden oder ihre Kinder in einem Land aufzuziehen, das in ihren Augen nichts mehr zu tun hat damit, wie sie sich ihre Nation vorstellen. Ist Deutschland wirklich bereit, sich als Einwanderungsland zu definieren? Oder sind die Wahlerfolge von Rechtspopulisten eher Beleg dafür, dass die Politik einen Kurs vorgibt, den viele Bürgerinnen und Bürgern nicht mittragen?

Wir werden auch erklären, woher der wirtschaftliche Erfolg rührt, wie das deutsche Bildungssystem funktioniert und was daran außergewöhnlich ist. Wir werden unsere Spitzenpolitiker porträtieren und natürlich auch das Phänomen Angela Merkel erläutern, die nun zum vierten Mal antritt und eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Welt ist.

Und: Was ist von wem zu erwarten,welcher außenpolitische Kurs? Wie wichtig sind Bündnisverpflichtungen? Die NATO? Welchen Stellenwert hat die Entwicklungspolitik? Oder ist eine Erhöhung der Rüstungsausgaben manchen Kandidaten wichtiger? Wie sieht Deutschland seine Rolle innerhalb der EU?

Diskutieren Sie mit uns: Was ist Deutschland?

Bei unseren Reisen und Recherchen wollen wir vor allem immer im engen Austausch mit Ihnen, unseren Lesern, Zuschauerinnen und Hörern stehen. Unsre Korrespondenten werden unter #askDW Menschen in ihren Berichtsgebieten befragen und zu Wort kommen lassen. Wie bitten Sie, sich direkt einzumischen. Wir fragen Sie, was Sie wissen möchten, was wir erklären sollen und bitten Sie um Ihre Meinung und Einschätzung. Als Deutsche Welle wollen wir in den kommenden Monaten eine Plattform sein, auf der die Welt in 30 Sprachen diskutiert, was Deutschland ist. Und welche Rolle das Land künftig spielen soll, in der Sicherheitspolitik, innerhalb der NATO, innerhalb der Europäischen Union. Was erhoffen  Sie sich von der künftigen Regierung? Was macht Ihnen Angst, worin sehen Sie typisch deutsche Stärken und Schwächen?

Sie finden unsere Beiträge unter dem Hashtag #GermanyDecides auf Twitter sowie auf Facebook, im TV und natürlich auf unseren Web-Seiten.

Wir freuen uns auf Beiträge, die die inhaltliche Diskussion vorantreiben. Und mit der Unterstützung unseres weltweiten Korrespondentennetzes und unseren Redaktionen in Berlin und Bonn werden wir erklären, was in Deutschland los ist - und worüber hier am 24. September, dem Wahlabend, abgestimmt wird.

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