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Wiedervereinigung

Bundestag beschließt Bau des Einheitsdenkmals

Erst hieß es ja, dann wieder nein, dann wohl doch - und nun ist es endgültig: Das Denkmal zur Erinnerung an die Deutsche Einheit wird in Berlin errichtet. Und es gibt eine Vorgabe, wann es fertiggestellt sein muss.

Bis zum Herbst 2019 - wenn auch der 30. Jahrestag des Mauerfalls gefeiert wird - soll das Freiheits- und Einheitsdenkmal stehen. Der Bundestag beschloss in der Nacht zum Freitag die Umsetzung des Projektes "Bürger in Bewegung" - der so genannten Einheitswippe. Auch die Grünen stimmten dem entsprechenden Antrag von Union und SPD zu, die Linke votierte dagegen.

Eine 50 Meter lange, begehbare Schale - golden glänzend - wird nun im Zentrum Berlins nahe dem neu aufgebauten Stadtschloss entstehen. Sie soll an die friedliche Revolution in der DDR von 1989 und die Wiedervereinigung 1990 erinnern.

Entworfen wurde das Projekt von dem Stuttgarter Architekten Johannes Milla und der Choreographin Sasha Waltz. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) soll es laut dem Beschluss noch vor der Bundestagswahl im Herbst auf den Weg bringen.

Über die Umsetzung ist lange gerungen worden: Nach der Grundsatzentscheidung für ein Einheitsdenkmal aus dem Jahr 2007 waren zwei Wettbewerbe erforderlich, bis schließlich die Einigung auf die "Einheitswippe" stand. Waltz stieg wegen Meinungsverschiedenheiten über die Umsetzung aus dem Projekt aus. Wegen der befürchteten Kostenexplosion - statt der ursprünglich zehn Millionen Euro sollen es nun 15 Millionen Euro werden - stoppte der Haushaltsausschuss des Bundestags das Vorhaben vor fast einem Jahr. Im Februar verständigte sich die Koalition schließlich aber doch auf die Umsetzung.

se/qu (dpa, afp)

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