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Konflikt in Mali

Bundesregierung schickt mehr Soldaten nach Mali

Jetzt ist es offiziell: Bis zu 1000 Bundeswehrsoldaten sollen in Zukunft bei der Friedenssicherung in dem Krisenland helfen. Die dortige UN-Mission Minusma gilt derzeit als gefährlichster Blauhelm-Einsatz der Welt.

Zwischen Oktober 2016 und dem Beginn der Minusma-Mission im Juli 2013 wurden 70 Soldaten und andere UN-Mitarbeiter in Mali bei Anschlägen und Angriffen von Aufständigen getötet. Gruppierungen wie Al-Kaida terrorisieren den Norden des Landes schon lange. Die zusätzlichen Bundeswehrsoldaten sollen die UN-Mission mit Hubschraubern unterstützen, die unter anderem für die medizinische Evakuierung eingesetzt werden können. 

Insgesamt sind 12.000 UN-Soldaten an der Minusma-Mission beteiligt. Sie sollen auch der malischen Regierung helfen, ein Friedensabkommen umzusetzen, das bereits 2015 unterzeichnet werden sollte.

Verlängerung der Bundeswehrmission im Nordirak

Derzeit sind rund 580 deutsche Soldaten im krisengeschüttelten Mali im Einsatz, 350 von ihnen in der ehemaligen Rebellen-Hochburg Gao. Dort sind sie unter anderem für die Aufklärung der Lage mit Drohnen zuständig. Das aktuelle Bundeswehrmandat, das Ende Januar ausläuft, sieht eine Obergrenze von 650 Soldaten vor - nach Ansicht des Kabinetts zu wenig, um ein Land zu stabilisieren, das dreimal so groß ist wie Deutschland.

Noch muss das Parlament dem Beschluss zur Ausweitung des Bundeswehreinsatzes zustimmen. Neben der Aufstockung der Soldaten in Mali beschloss das Kabinett auch eine Verlängerung der Mission im Nordirak. Dort bilden etwa 150 Bundeswehrsoldaten vor allem kurdische Soldaten für den Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" aus.

hk/ww (epd, dpa, afp)