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Evangelischer Kirchentag

Bundespräsident Steinmeier: Fake News gefährden Demokratie

"Alternative Fakten" und Falschnachrichten speziell im Internet bedrohen nach den Worten des Bundespräsidenten den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Steinmeier mahnte zu mehr Vernunft in der öffentlichen Debatte.

Mit Blick auf Soziale Medien und das Internet sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Artikelbild) auf dem Evangelischen Kirchentag: Zwar verschaffe das Internet Zugang zu einer nie gekannten Fülle von Informationen. Dieser "Dauerregen an Informationen" dürfe aber nicht mit Wissen und Weisheit verwechselt werden. Eine Tendenz zu "Häme, Hass und Härte" in vielen Online-Foren werde an der Gesellschaft nicht spurlos vorübergehen.

Zu Alarmismus bestehe dennoch kein Anlass, betonte der Bundespräsident. Notwendig sei allerdings, wieder verstärkt für das Erbe der Reformation und der Aufklärung "mit Haltung und Überzeugung" einzutreten. Als Grund nannte Steinmeier eine zunehmend "aggressive Aversion gegen Fakten und gleichzeitig eine zunehmende Sehnsucht nach Sündenböcken". Inzwischen werde Politik auch mit der Angst der Menschen gemacht, "statt auf ihre Hoffnung und auf ihren Gestaltungswillen zu setzen".

Am heutigen Samstag wird der Evangelische Kirchentag von Berlin nach Wittenberg verlagert. Die Bundeswehr war dabei, die gut 100 Meter lange Pontonbrücke über die Elbe vorzubereiten, über die am Sonntag Zehntausende Besucher auf das rund 40 Hektar große Gelände zum Abschlussgottesdienst kommen sollen. Auch am Abend werden auf den Elbwiesen Tausende Besucher zu einer Nacht der Lichter mit Musik, Gebeten und Kerzen erwartet. Einige verbringen dann die Nacht unter freiem Himmel.

ust/haz (kna, epd, dpa)