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Europa

Bundespräsident feiert 14. Juli in Paris

Die Militärparade auf den Champs-Elysées war Höhepunkt des Nationalfeiertages in Frankreich. Mit Horst Köhler nahm erstmals ein Bundespräsident teil. In der Nacht vor dem Fest hatte es wieder schwere Krawalle gegeben.

Köhler, Srakozy und Indiens Premier Singh auf der Ehrentribüne (Foto: AP)

Bundespräsident Köhler, Staatspräsident Sarkozy und Indiens Regierungschef Singh applaudieren der Parade

Traditionell im Mittelpunkt des Nationalfeiertages stand die Militärparade auf den Champs-Elysées. Auch 120 Bundeswehr-Soldaten der deutsch-französischen Brigade waren an der Militärschau beteiligt sowie erstmals auch ein Truppenkontingent aus Indien.

Parade-Soldaten auf den Champs-Elysées (Foto: AP)

Die Militärparade am französischen Nationalfeiertag

Köhler war das erste deutsche Staatsoberhaupt, das als Gast an der Militärparade zum 14. Juli auf der Pariser Prachtstraße Champs-Elysées teilnahm. Seine Einladung durch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy zeige, dass dieser "den deutsch-französischen Beziehungen einen besonderen Stellenwert gibt, dass er diesen Stellenwert auch sieht als Fortsetzung des europäischen Projektes", sagte der Bundespräsident. Gleichzeitig habe es wegen der schwierigen Vergangenheit beider Länder noch immer eine "besondere Bedeutung", wenn deutsche Soldaten an der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag teilnähmen, sagte Köhler. "Und es ist wichtig, dass wir aus dieser schlimmen Vergangenheit die bleibende Erfahrung ziehen, dass die europäische Einigung die bleibende Antwort ist."

Wieder Ausschreitungen

Demonstranten kämpfen gegen Polizisten auf der Straße (Foto: dpa)

Fast schon traditionell

Am Vorabend des Nationalfeiertags am 14. Juli kommt es in Frankreich regelmäßig zu Unruhen in den Vorstädten - so auch in diesem Jahr. Allein in und um Paris waren rund 10.000 Polizisten im Einsatz.

Insgesamt wurden nach Angaben der Polizei mindestens 317 Fahrzeuge in Brand gesteckt - mehr als im Vorjahr. Etwa zwei Drittel der Brandstiftungen an Autos ereigneten sich in den Pariser Vorstädten. Die Polizei nahm vorübergehend 240 Menschen fest. Etwa ein Dutzend Polizisten wurde leicht verletzt. Am Vorabend des Feiertags hatten viele tausend Menschen an den traditionellen Tanz- und Musikveranstaltungen teilgenommen.

Vor dem Eiffelturm erleben die Fans des französischen Pop-Barden Johnny Hallyday am Dienstag noch zur Feier des Tages ein Gratis-Konzert. Mit einem Feuerwerk wurde zudem der 120. Geburtstag des Eiffelturms zelebriert.

Frankreich gedenkt am 14. Juli der Erstürmung des Pariser Bastille-Gefängnisses im Jahr 1789. Das Ereignis gilt als Beginn der Französischen Revolution. (hp/sam/wga/win/gri/afp)