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Aktuell Europa

Bundespolizei soll an serbisch-ungarischer Grenze helfen

Der Andrang von Asylbewerbern aus dem Kosovo ist groß. Deshalb schickt Deutschland 20 Bundespolizisten an die serbisch-ungarische Grenze, um den Zustrom von Flüchtlingen in die EU einzudämmen.

Wie das Bundesinnenministerium in Berlin mitteilte, sollen die 20 Polizisten ab sofort bei der Sicherung der Grenze helfen. In den vergangenen Wochen waren Tausende Kosovaren über die serbisch-ungarische Grenze in die Europäische Union gekommen und von dort weiter nach Deutschland gereist.

Zugstrecke Budapest-Wien kontrollieren

Um den Zustrom besser zu kontrollieren, sind laut Ministerium auch gemeinsame Polizeistreifen deutscher, österreichischer und ungarischer Beamter auf der Zugstrecke von Budapest über Wien nach München geplant. Mit Ausrüstung und intensiver Ausbildungshilfe will die Bundesregierung die serbische Polizei bei der Grenzkontrolle zusätzlich unterstützen.

Darüber hinaus ist an der serbisch-ungarischen Grenze ein verstärkter Einsatz der EU-Grenzschutzbehörde Frontex geplant. Nach serbischen Angaben sollen dort bald österreichische Polizisten zum Einsatz kommen.

Fast alle Asylanträge aus dem Kosovo werden abgelehnt

Im Januar hatten 3630 Kosovaren in Deutschland einen Asylantrag gestellt - 85 Prozent mehr als im Monat davor. Seit Jahresbeginn reisten laut Innenressort mehr als 18.000 Menschen aus dem verarmten Balkanstaat nach Deutschland ein. Wegen des großen Andrangs konnten die meisten noch keinen Asylantrag stellen. Im vergangenen Jahr waren rund 99 Prozent der Anträge abgelehnt worden, so das Ministerium.

An diesem Freitag wollen die Innenminister der Länder bei einer Telefonkonferenz über das Problem beraten. Die Unions-Ressortchefs aus Bayern und einigen anderen Ländern fordern, das Kosovo wie zuvor schon anderen Balkanländer als "sicheren Herkunftsstaat" einzustufen. Dann könnten Asylbewerber in einem beschleunigten und vereinfachten Verfahren abgewiesen werden.

uh/gri ( dpa,rtr)