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Sport

Bundesliga: Wenig Glanz, viel Hausmannskost

Bayern München Meister, Bremen und Schalke in der Championsleague, Hamburg und Wolfsburg im Uefapokal, Nürnberg, Rostock und Duisburg als Absteiger. Die Bundesliga-Saison ist vorbei. Eine Bilanz von Stefan Nestler.

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Gekaufter Erfolg. Uli Hoeness, Manager des FC Bayern München, weiß wie man aus Geld Tore macht

Diese Bundesliga-Saison wird nicht lange in Erinnerung bleiben. Zu dominant war der FC Bayern München. Bereits drei Spieltage vor Saisonschluss stand der Rekordmeister als neuerlicher Titelträger fest. Geld schießt eben doch Tore. Nicht immer, aber wenn man, wie die Bayern vor dieser Saison, in die richtigen Spieler investiert.

Bayern Munich Luca Toni and Franck Ribery

Eine gute Investition: Luca Toni und Ribery

Der Franzose Franck Ribery und der Italiener Luca Toni waren jeden Cent ihrer Millionen-Ablösesummen wert. Ribery machte das Spiel, Toni schoss die Tore. Der Franzose verbreitete darüber hinaus häufig mit seinen genialen Kabinettstückchen den spielerischen Glanz, den man ansonsten in der Bundesliga vermisste.

Gefallene Helden

Viel zu oft wurde biedere Hausmannskost geboten. Selbst die vermeintlichen Bayern-Jäger machten da keine Ausnahme. Werder Bremen verspielte wegen Verletzungspech, aber auch vereinsinterner Querelen seine gute Ausgangsposition nach der Hinrunde. In der entscheidenden Phase war der neue Vizemeister kein wirklicher Konkurrent der Münchner.

Fussball Bundesliga VfL Wolfsburg VfB Stuttgart

Spielszene aus Stuttgart gegen Wolfsburg. Der VfB fiel in dieser Saison tief

Ebenso wenig wie der Drittplatzierte Schalke 04, der sich wieder einmal größer fühlte als er spielte. Zu den Enttäuschungen der Saison gehörten die Mannschaften, die im letzten Jahr noch gefeiert worden waren: zum einen der entthronte Meister VfB Stuttgart, über weite Phasen der Spielzeit nur noch ein Schatten seiner selbst; zum anderen der Pokalsieger des Vorjahrs, der 1. FC Nürnberg, der künftig nur noch in der zweiten Liga spielen wird. Hier wie dort zeigte sich wieder, dass man sich auf Lorbeeren nicht ausruhen darf.

Mehr Schein als Sein

Blass blieben aber auch andere Clubs mit großen Namen: Borussia Dortmund und Hertha BSC Berlin etwa vergraulten ihre Fans mit unansehnlichem Fußball und mussten zeitweise sogar um den Klassenerhalt bangen. Der Hamburger SV und Bayer Leverkusen weckten Hoffnungen, die sie später aber kaum oder gar nicht erfüllten.

Das magere Abschneiden der deutschen Clubs im Europapokal zeigt: In der Bundesliga ist, ungeachtet der weiter guten Zuschauerzahlen, mehr Schein als Sein. Bleibt die Hoffnung auf eine spielerisch bessere und vor allem spannendere nächste Saison.

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