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Fußball

Bundesliga vor neuer Rekordsaison

40 Tage nach dem WM-Finale startet die Bundesliga an diesem Freitag in ihre neue Saison. Favorit ist wieder einmal Bayern München. Die Fans dürfen sich auf neue Stars freuen, die Liga hofft auf neue Rekordmarken.

Bayern-Spieler feiern die Meisterschaft 2010 (Foto: AP)

Wer jagt diesmal die Bayern?

Bayern-Präsident Uli Hoeness (2vl), Arjen Robben (M), Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (2vr), Mark van Bommel (l) und Trainer Louis van Gaal feiern auf dem Balkon des Rathauses in München mit den Fans den Gewinn der Deutschen Meisterschaft und des DFB-Pokals. (Foto: apn)

Das Double wollen die Bayern auch 2011 holen

"Wir sind die Besten von Deutschland", stellte Bayern-Trainer Louis van Gaal auf dem Münchner Rathaus-Balkon zum Ende der vergangenen Saison fest, nachdem die Münchner das Double aus Meisterschaft und Pokal perfekt gemacht hatten. Der Rekordchampion gilt auch in der neuen Saison als der klare Titelfavorit, wenn auch Werder Bremens Coach Thomas Schaaf sachlich feststellt: "Es bleibt immer dabei. Wer am Ende vorne steht, der wird Meister." Auf dem Transfermarkt sind die Bayern im Gegensatz zu den Konkurrenten nicht aktiv geworden, ist doch der Kader sowieso schon bestens besetzt. "Wir haben eine gute Mannschaft", betont Nationalverteidiger Philipp Lahm. "Und man hat zum Ende der letzten Saison gesehen, zu was wir fußballerisch fähig sind. Daran müssen wir jetzt anknüpfen", fordert Lahm.

FC Bayern mit Problemen

Die Bayern-Profis Ribery und Robben Arm in Arm (Foto: AP)

Ribery und Robben

Dennoch gehen die Bayern mit Problemen in das neue Spieljahr. Der niederländische Superstar Arjen Robben fällt wegen einer Muskelverletzung mindestens zwei Monate aus. Und gegen Franck Ribery laufen in Frankreich Ermittlungen wegen einer Sex-Affäre. "Wir müssen nicht nur über Franck oder Arjen oder wen auch immer reden", erklärt Kapitän Mark van Bommel. "Wir sind eine Supertruppe. Und wenn wir zusammen Fußball spielen, können wir es gut. Nur das ist wichtig." Der Kapitän ist vor allem von Shootingstar Thomas Müller begeistert, der sich wie so viele junge deutsche Spieler in Südafrika glänzend in Szene setzen konnte. Müller, bei der WM als Torschützenkönig und bester Nachwuchsspieler geehrt, wurde von den Bayern vorsorglich schon einmal bis 2015 vertraglich gebunden. Van Bommel hält Müller für recht bodenständig: "Thomas ist ein normaler Junge. Und ich mache mir keine Sorgen, dass er einen Rückschlag erleidet."

Schalke und Bayer mit neuen Stars

Raul zwischen Pokalen von Real Madrid (Foto: AP)

Zumindest eine Trophäe will Raul mit Schalke gewinnen

Nicht nur der FC Bayern hält an bewährten Spielern fest. Sparsamkeit dominiert insgesamt den Transfermarkt. Lediglich 87 Millionen Euro wurden bisher für neue Spieler ausgegeben, 62 Millionen weniger als im Vorjahr. Erhebliche Gehaltskosten dürften jedoch die neuen Stars bei Vize-Meister FC Schalke 04 verursachen, Christoph Metzelder und Spaniens Idol Raul. Immerhin kamen die beiden Profis ablösefrei von Real Madrid. "Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, einen solchen Ausnahme-Fußballer und Weltklasse-Torjäger wie Raul für einen Wechsel in die Bundesliga und zum FC Schalke zu begeistern", sagte Magath. Der Trainer jedenfalls ist bereits voller Vorfreude nach einer langen Saison-Vorbereitung: "Wir haben seit Juli gut gearbeitet und sind jetzt heiß."

Zur Attraktivität der Liga tragen weitere Stars bei wie Michael Ballack, der vom FC Chelsea zu Bayer Leverkusen zurückkehrte. Borussia Dortmund schwärmt zudem von Polens Nationalspieler Robert Lewandowski, die Bremer von Österreichs Marko Arnautovic und die Wolfsburger von Neuzugang Simon Kjaer aus Dänemark. Nicht mehr zu bestaunen sind dagegen Mesut Özil und Sami Khedira. Die beiden Jungstars spielen nun für Real Madrid. Vom Hamburger SV wechselte zudem Nationalverteidiger Jerome Boateng zu Manchester City.

Liga boomt

Dortmunder Spieler präsentieren sich ihren Fans (Foto: AP)

Zuschauerkrösus Borussia Dortmund: Die WM-Arena ist fast immer voll besetzt

Und wieder können die Erstligisten mit vollen Stadien rechnen. Der Dauerkartenverkauf ist auf Rekordniveau. Zwölf der 18 Klubs mussten den Verkauf frühzeitig einstellen. Insgesamt wurden knapp 460.000 Tickets verkauft und die Marke aus dem Vorjahr um 10.000 übertroffen. Die meisten Fans ziehen weiterhin die Borussen aus Dortmund an. Die Westfalen vermeldetetn einen Dauerkarten-Rekord mit 51.200 abgesetzten Saisontickets. Noch nie hat im deutschen Fußball ein Klub so viele Jahreskarten verkauft. Auch Erzrivale Schalke 04 hat bereits alle 43.190 Dauerkarten abgesetzt. Den Zuschauern wollen die Schalker nach den Worten ihres Trainers Magath attraktiven Fußball bieten. "Spielerisch hat es bisher noch größere Wünsche gegeben. Wir müssen und wollen unser Spiel verändern", kündigte Magath an.

Auch in Sachen Trikotsponsoring hält der Boom an. Das Einnahmevolumen der Vereine beläuft sich auf rund 131,5 Millionen Euro. Der bisherige Rekord aus der Vorsaison wurde nur um 100.000 Euro hauchdünn verpasst - von Flaute trotz Finanzkrise ist also keine Spur.

Aufsteiger mit Tradition

Spielszene St. Pauli gegen Kaiserslautern im September 2009 (Foto: dpa)

Wieder Erstligisten: St. Pauli und Kaiserslautern

Vielversprechend sind die Namen der beiden Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern und FC St. Pauli. Beide Klubs bieten Tradition und prickelnde Stadion-Atmosphäre. Den Hamburgern gelang mit der Verpflichtung des ehemaligen Nationalspielers Gerald Asamoah (Schalke 04) sogar ein kleiner Coup am Transfermarkt. Der 1. Spieltag beginnt am 20. August mit dem Hit Bayern München gegen Wolfsburg. Und Stürmer Mladen Petric kann die Partie seines HSV am Samstag (21.08.2010) gegen Schalke 04 kaum noch abwarten. "Die Vorfreude ist bei allen riesengroß. Von daher kann es langsam losgehen."

Autor: Arnulf Boettcher
Redaktion: Stefan Nestler

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