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Fußball

Bundesliga-Trio mit erfolgreichem Start

Dortmund schlägt Karpaty Lwiw in der letzten Minute. Leverkusens Helmes gelingt ein Dreierpack gegen Rosenborg Trondheim. Und Stuttgart lässt die Krise mit einem Sieg gegen Young Boys Bern - vorerst - hinter sich.

Die beiden Dortmunder Nuri Sahin (links) Marcel Schmelzer freuen sich über den Führungstreffer. EPA/SERGEY DOLZHENKO

Jubel über 3 Punkte: der BVB

Acht lange Jahre hat Dortmund kein Gruppenspiel mehr in der Europa League bestritten - und dann so ein Comeback. Auswärts beim ukrainischen Vertreter Karpaty Lwiw setzte sich der BVB in der torreichsten Partie des Abends mit 4:3 (1:2) durch. Zunächst sah alles nach einem souveränen Sieg der Gäste aus. Doch nach den frühen Toren von Nuri Sahin per Foulelfmeter (12. Minute) sowie Mario Götze (27.) wurden die Dortmunder zu nachlässig und kassierten in der 44. Minute durch Oleg Holodyuk den Anschlusstreffer. Auch die Halbzeitpause brachte nicht die nötige Ruhe in das BVB-Team, das auf Kapitän Sebastian Kehl verzichten musste, der sich beim Aufwärmen verletzt hatte. Mykhaylo Kopolovets (52.) und Denis Kozhanov (78. Minute) drehten die Partie zugunsten des Gastgebers.

Nun waren sich die Ukrainer zu sicher und ließen die Dortmunder kommen. Die nutzten eiskalt ihre Chancen. Lucas Barrios (87.) und erneut der erst 18-jährige Götze (90.+2) trafen und sorgten so für den kaum noch für möglich gehaltenen Sieg für den BVB. "Alles, was heute passiert ist, im Positiven wie auch im Negativen, haben wir uns heute selbst eingebrockt", meinte Trainer Jürgen Klopp. Weniger schön dagegen waren Szenen vor dem Spiel: Dortmund-Fans waren von Karpaty Lwiw-Anhängern angegriffen worden. Dabei sollen zwei von ihnen verletzt worden sein. Lwiw, ein Ort nahe der polnischen Grenze, ist unter anderem Austragungsort der EM 2012 in der Ukraine und Polen.

Bayer Leverkusen - Rosenborg Trondheim

Nur ganz selten musste sich Leverkusen Torwart Rene Adler strecken. (AP Photo/Frank Augstein)

Nur ganz selten musste sich Leverkusens Torwart Rene Adler, wie hier bei dieser Szene, strecken.

Gerade mal 13.000 Fans hatten sich in das Stadion in Leverkusen verirrt. Mit Rosenborg Trondheim war zwar der 21-maligen Landesmeister aus Norwegen zu Gast, aber eben auch kein internationaler Hochkaräter. Zudem hatte Leverkusen in seinen bisherigen drei Bundesligaspielen - ein Sieg, eine Niederlage und ein Unentschieden - nicht gerade Lust auf mehr gemacht. Die wenigen Zuschauer wurden aber für ihr Kommen belohnt: zwar spielten die Leverkusener unspektakulär, aber dafür effektiv und gewannen souverän mit 4:0 (2:0). Schon in der vierten Minute brachte Patrick Helmes die Gastgeber in Führung. In der nächsten halben Stunde luden die Norweger mit ihren schwachen Abwehr die Leverkusen geradezu zum Toreschießen ein, aber erst in der 38. Minute nutze Verteidiger Stefan Reinartz eine Chance zum 2:0.

Auch nach der Pause dominierte Leverkusen, das im Mittelfeld auf Michael Ballack, Renato Augusto sowie Kapitän Simon Rolfes verzichten musste, das Spiel. Innerhalb von drei Minuten (5. und 61. Minute) war Helmes zweimal erfolgreich. "Ein guter Start in die Gruppenphase," war Torwart Rene Adler nach der Partie zufrieden. Und der dreifacher Torschütze Helmes meinte: "Wichtiger als meine drei Tore sind mir die drei Punkte." Leverkusen führt nach dem ersten Spieltag die Gruppe B an: Titelverteidiger Ahtlético Madrid verlor überraschend auswärts in Griechenland beim Aris Saloniki mit 0:1 (0:0).

VfB Stuttgart - Young Boys Bern

Berns Henri Bienvenu (rechts) kämpft mit dem Stuttgarter Georg Niedermeier um den Ball. (AP Photo/Keystone/Peter Klaunzer)

Große Einsatzbereitschaft: Stuttgarts Niedermeier

Ebenfalls erfolgreich ist der dritte deutsche Teilnehmer, der VfB Stuttgart, in die Europa League gestartet. Mit 2:0 gewannen die Schwaben gegen den Vizemeister aus der Schweiz, gegen die Young Boys Bern. In einigen Szenen war den Stuttgartern noch die Verunsicherung nach drei Niederlagen in drei Bundesliga-Spielen anzumerken - so auch beim Foulelfmeter, den Cacau in der 23. Minute nur mit viel Glück verwandelte. Nach der Führung traten die Stuttgarter selbstbewusster auf. Die Folge: zwei weitere Tore durch Christian Gentner (59.) und Serdar Tasci (90.+1). "Das war sehr wichtig. Wir wollten früh in Führung gehen, aber noch wichtiger war, dass wir spritziger und aggressiver waren", analysierte Cacau das Spiel. Auch für Last-Minute-Torschütze Tasci war der Tag "rundum gelungen". "Es war wichtig, dass wir endlich gewonnen haben. Und ich habe mich gefreut, dass wir zu Null gespielt haben", erklärte er.

Europa League, Gruppenphase, 1. Spieltag:

Gruppe A

RB Salzburg - Manchester City 0:2 (0:1)

Juventus Turin - Lech Posen 3:3 (1:2)

Gruppe B

Aris Saloniki - Ahtlético Madrid 1:0 (0:0)

Bayer Leverkusen - Rosenborg Trondheim 4:0 (2:0)

Gruppe C

Levski Sofia - KAA Gent 3:2 (1:1)

OSC Lille - Sporting Lissabon 1:2 (0:2)

Gruppe D

Dinamo Zagreb - FC Villarreal 2:0 (1:0)

FC Brügge - PAOK Saloniki 1:1 (1:0)

Gruppe E

AZ Alkmaar - Sheriff Tiraspol 2:1 (1:0)

Dynamo Kiew - BATE Borissow 2:2 (2:1)

Gruppe F

FC Lausanne-Sport - ZSKA Moskau 0:3 (0:1)

Sparta Prag - US Palermo 3:2 (1:1)

Gruppe G

AEK Athen - Hajduk Split 3:1 (1:1)

RSC Anderlecht - Zenit St. Petersburg 1:3 (0:3)

Gruppe H

FC Getafe - Odense BK 2:1 (0:1)

VfB Stuttgart Young Boys Bern 3:0 (1:0)

Gruppe I

PSV Eindhoven - Sampdoria Genua 1:1 (0:1)

VSC Debrecen - Metalist Charkow 0:5 (0:2)

Gruppe J

FC Sevilla - Paris St. Germain 0:1 (0:0)

Karpati Lwiw - Borussia Dortmund 3:4 (1:2)

Gruppe K

FC Liverpool - Steaua Bukarest 4:1 (1:1)

SSC Neapel - FC Utrecht 0:0 (0:0)

Gruppe L

Besiktas Istanbul - ZSKA Sofia 1:0 (0:0)

FC Porto - Rapid Wien 3:0 (1:0)

Autorin: Sarah Faupel
Redaktion: Oliva Fritz

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