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Sport

Bundesliga mit Rekordzahlen

Eitel Sonnenschein in der Fußball-Bundesliga - zumindest was die Zahlen angeht. Fußballerische Annäherung zwischen Nord- und Südkorea und Valencia und Inter erheben Einspruch gegen drakonische UEFA-Strafen.

Zuschauerränge auf dem Aachener Tivoli

Die Bundesliga boomt

DFL präsentiert Rekordzahlen
Die Fußball-Bundesliga boomt wie nie zuvor und hat schon vor dem "WM-Sommermärchen" Rekordzahlen verzeichnet. Der Umsatz der 36 Profivereine stieg in der Saison 2005/06 um knapp 1,25 Millionen auf 1,52 Milliarden Euro an, die Werbeeinnahmen von 415,6 auf 417,7 Millionen Euro, erklärte Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) bei der Präsentation des Bundesliga-Reports 2007 in Frankfurt/Main. Durchschnittlich 38.000 Fans besuchten die Spiele im Oberhaus, im Jahr davor waren es 35.000. Zudem wurden die Clubs im WM-Jahr zu Job-Motoren. 34.103 Menschen und damit knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahr beschäftigten die Vereine der 1. und 2. Bundesliga, die insgesamt 460,73 Millionen Euro Steuern an die Finanzämter abführten.

Fan attackiert Lampard
Ein Angriff auf Nationalspieler Frank Lampard trübte beim englischen Fußball-Meister FC Chelsea die Freude über den Einzug ins Halbfinale des FA-Cups. "Die Sicherheitsleute haben ein wenig geschlafen", erklärte Teammanager Jose Mourinho nach dem Wiederholungsspiel beim Londoner Rivalen Tottenham Hotspur. Mittelfeldspieler Lampard feierte nach den Toren von Andrej Schewtschenko und Shaun Wright-Phillips mit seinen Teamkollegen nach dem Schlusspfiff den Einzug in die Runde der letzten Vier, als der Tottenham-Fan auf den Platz stürmte. Lampard stürzte zu Boden, als er dem Schlag des Angreifers ausweichen wollte. Erst danach konnten Sicherheitsbeamte den Mann überwältigen und abführen. Im Halbfinale vertreten sind außerdem Manchester United, FC Watford und Blackburn Rover. Chelsea kann nach dem Gewinn des Ligapokals in dieser Saison weiterhin von vier Titeln (Champions League, Meisterschaft, FA-Cup) träumen.

Fußtritt ohne juristisches Nachspiel
Das böse Foul im Fußball-Zweitliga-Spiel FC Carl Zeiss Jena gegen TuS Koblenz bleibt ohne juristisches Nachspiel. Leendert van Steensel (Jena) verzichtet auf eine Zivilklage gegen Anthony Tieku. Der Ghanaer (Koblenz) hatte Van Steensel am vergangenen Freitag mit einem Fuß-Tritt ins Gesicht niedergestreckt und ihm dabei eine schwere Gehirnerschütterung zugefügt, sich dann am Montag telefonisch beim Niederländer entschuldigt. Van Steensel, der am Montag aus dem Klinikum Koblenz entlassen worden war, akzeptierte die Entschuldigung. Auch der FC Carl Zeiss wird das Foul, für das der Koblenzer die Gelbe Karte sah, nicht juristisch verfolgen.

Valencia und Inter legen Einspruch ein
Der italienische Meister Inter Mailand und der spanische Erstligist FC Valencia haben gegen die von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) verhängten Strafen Einspruch eingelegt. Die UEFA hatte damit die Jagdszenen im Anschluss an das Champions-League-Spiel am 6. März in Valencia geahndet. Die Verhandlung vor dem Berufungssenat der UEFA findet am 28. März im UEFA-Stammsitz in Nyon statt. Es wurden alle beteiligten Akteure vorgeladen.
In der vergangenen Woche hat die Kontroll- und Disziplinarkommission drakonische Strafen ausgesprochen. Valencias Verteidiger David Navarro wurde für sieben Monate gesperrt. Neben Navarro wurden die Inter-Verteidiger Nicolas Burdisso und Maicon für sechs Partien und Valencias Abwehrspieler Carlos Marchena für vier Begegnungen gesperrt. Inters Innenverteidiger Ivan Cordoba bekam drei und Angreifer Julio Cruz zwei Spiele Sperre auferlegt. Beide Klubs wurden zudem zu einer Geldstrafe in Höhe von 155.772 Euro (250.000 Schweizer Franken) verurteilt.

Annäherung zwischen Nord- und Südkorea
Die Annäherung zwischen Nord- und Südkorea auf sportlicher Ebene kommt weiter voran. Am Dienstag traten die nordkoreanischen U17-Fußballer ein einmonatiges Trainingslager auf der südkoreanischen Insel Jeju an. Die U17-Weltmeisterschaft findet vom 18. August bis 9. September 2007 ebenfalls in Südkorea statt. Dort treten sowohl die Gastgeber als auch eine Auswahl aus Nordkorea an.
Zuvor hatte im Februar dieses Jahres die vierte Verhandlungsrunde über eine gemeinsame Mannschaft Koreas für die Sommerspiele 2008 in Peking keine Einigung gebracht. Allerdings bekräftigten die Nationalen Olympischen Komitees (NOKs) beider Staaten in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong erneut ihre "prinzipielle Bereitschaft" für den historischen Schulterschluss.

Adriano prügelt sich in Diskothek

Adriano in Aktion für Brasilien

Gibt auch in der Disko was her: Adriano


Der Brasilianer Adriano Leite Ribeiro, genannt Adriano, vom italienischen Fußball-Meister Inter Mailand hat sich in einer Diskothek eine Prügelei mit Basketballer Rolando Howell geliefert. Nach Angaben mehrerer italienischer Medien soll es zu der Auseinandersetzung in einer bekannten Mailänder Lokalität gekommen sein, nachdem der brasilianische Nationalstürmer einer Freundin des US-Amerikaners Komplimente gemacht habe. Zeugen berichteten zudem, dass Adriano und der Spieler des Teams Pallacanestro Varese nur mit Mühe getrennt werden konnten.

WM-Star per Haftbefehle gesucht
Es geht um 70 Millionen US-Dollar, drei Inseln und unzählige Immobilien: Kolumbiens ehemaliger Fußball-WM-Star Freddy Rincon ist eine der Hauptfiguren in einem undurchsichtigen Kriminalstück aus Drogenhandel und Geldwäsche. Fest steht: Der 40-Jährige wird mit internationalem Haftbefehl gesucht. Dem einstigen Offensivspieler, der an den Fußball-Weltmeisterschaften 1990, 1994 und 1998 teilnahm, wird vorgeworfen, als Strohmann aktiv die Geldwäsche des Drogenkartells um den kolumbianischen Kokainkönig Pablo Rayo Montano unterstützt zu haben. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, drohen dem einstigen Nationalhelden bis zu zwölf Jahre Haft. (wga)