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Wirtschaft

Bundesliga: 1,5 Milliarden pro Saison für Fernsehrechte

Die Vermarktung der Bundesliga-Fernsehrechte hat neue Rekorde eingebracht. Der Bezahlsender Sky bekommt Konkurrenz und bei der ARD-"Sportschau" am Samstag bleibt alles beim Alten.

Die Vereine der Fußball-Bundesliga kassieren ab der Saison 2017/2018 bis 2020/2021 insgesamt mindestens 4,64 Milliarden Euro für die Übertragung ihrer Spiele. Damit brachte die Auktion der Übertragungsrechte für vier Spielzeiten den Clubs der ersten und zweiten Liga neue Rekordeinnahmen, teilte die Deutsche Fußball Liga am Donnerstag in Frankfurt am Main mit. Den Großteil der Live-Übertragung übernimmt weiter der Bezahlsender Sky, neuerdings zeigt der Sender Eurosport die Freitagsspiele live.

Wie DFL-Geschäftsführer Christian Seifert sagte, steigt der Umsatz der Clubs damit um 85 Prozent. Statt der bisher durchschnittlich 628 Millionen Euro pro Jahr kassiere die Liga künftig durchschnittlich 1,159 Milliarden Euro. Dazu kommen Einnahmen aus der Auslandsvermarktung. Die Einnahmen können sich zudem noch etwas erhöhen, da nicht alle ausgeschriebenen Rechtepakete verkauft wurden.

Die Highlights der Fußball-Bundesliga werden auch ab der Saison 2017/18 in der "Sportschau" zu sehen sein. Die ARD ersteigerte die Rechte für Zusammenfassungen am frühen Samstagabend für ihre Traditionssendung, wie die Deutsche Fußballliga (DFL) am Donnerstag mitteilte. Vor der Auktion hatte auch der Sender RTL ein Interesse an den Rechten gezeigt.

Die "Sportschau" hatte einmal für mehrere Jahre ihr Monopol auf die Fußball-Berichterstattung am Samstagabend verloren: 1988 erwarb RTL die Rechte und startete die Sendung "Anpfiff" mit Moderator Uli Potofski. Weil der Sender noch nicht überall in Deutschland zu empfangen war, zeigte auch die Sportschau noch Bundesliga-Highlights, verlor aber kräftig an Zuschauern. 1992 wanderten die Rechte dann komplett zum Sender Sat.1, der mit seiner Sendung "ran" bis 2003 den frühen Fußballabend gestaltete. Moderatoren waren hier unter anderem Reinhold Beckmann, Jörg Wontorra und Johannes B. Kerner.

wen/zdh (rtrd, afpd, dpa)