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Reise in den Krieg

Bulgarien stoppt mutmaßliche Terrorunterstützer aus Deutschland

Sie waren auf dem Weg in den Krieg - nach Syrien und in den Irak. Bulgarische Grenzbeamte haben fünf deutsche Terrorunterstützer festgenommen. Einer von ihnen war minderjährig.

Bulgarisch-türkische Grenze (Foto: picture-alliance/Joker/est&ost/M. Fejer)

Passkontrolle an der Bulgarisch-türkische Grenze

Wegen mutmaßlicher Unterstützung einer Terrororganisation sind an der bulgarischen Grenze zur Türkei fünf Deutsche festgenommen worden. Das teilte Bulgariens Sicherheitsdienst DANS mit. Sie hätten "Anzeichen der Radikalisierung, wie sie bei sogenannten ausländischen Kämpfern auftritt", aufgewiesen und seien eine "Bedrohung für die nationale Sicherheit Bulgariens", erklärte DANS.

Die Männer waren mit einem Zug aus der rumänischen Hauptstadt Bukarest nach Istanbul unterwegs, obwohl gegen sie in Deutschland ein Ausreiseverbot verhängt worden sei. Vier der bereits Mitte April Festgenommenen hätten eine Terrororganisation in Syrien und im Irak unterstützt. Einer der Festgehaltenen sei mit dem Pass eines anderen Deutschen gereist. Bulgarien habe sie inzwischen des Landes verwiesen und mit einem Wiedereinreiseverbot belegt.

Überstellung an die Familie

Der fünfte Festgenommene, nach DANS-Angaben ein Minderjähriger, sei noch in Bulgarien. Er wollte nach Syrien, um sich dort einer Terrorgruppierung anzuschließen. Den Namen der Terrorgruppe nannte die Behörde nicht. Er wird noch in Bulgarien festgehalten und steht in der Obhut der Behörden, bis er seiner Familie übergeben werden kann.

Durch das EU-Land Bulgarien verläuft der Landweg aus West- und Mitteleuropa zum Nahen und Mittleren Osten, der über die Türkei  führt. Die fünf Deutschen wurden an dem größten bulgarisch-türkischen Grenzübergang bei Kapitan Andreewo festgenommen.

Tausende Westeuropäer reisten in den vergangenen Jahren durch die Türkei, um sich Terrororganisationen wie dem sogenannten "Islamischen Staat" im Nachbarland Syrien anzuschließen.

pab/cw (afp, dpa, rtr)