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Wirtschaft

Buffett ohne Öl

Milliardär und "Investoren-Legende" Warren Buffett hat seine Öl-Beteiligungen abgestoßen. Obwohl über seine Motive nichts bekannt ist, vermuten Beobachter, der fallende Rohölpreis habe ihn dazu veranlasst.

Star-Investor Warren Buffett hat ungewöhnlich schnell seine Beteiligungen an den beiden US-Energiekonzernen ExxonMobil und ConocoPhilipps verkauft. Wie aus Mitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, hat die Buffett-Firma Berkshire Hathaway ihr 3,74 Milliarden Dollar schweres Exxon-Aktienpaket im Schlussquartal 2014 verkauft. Wie alle Firmen der Branche stand auch Exxon zuletzt wegen des Ölpreises unter Druck, der seit dem Sommer um mehr als die Hälfte eingebrochen ist. Daraufhin haben die Öl-Firmen in den Sparmodus geschaltet.

Buffett hatte zuvor 41 Millionen Exxon-Aktien im Besitz. Für gewöhnlich hält der Milliardär längere Zeit an seinen Investments fest. Die Exxon-Beteiligung stammt aber erst aus dem Jahr 2013. Zu den Hintergründen des Ausstiegs sowie zu den finanziellen Details wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Kein Öl – aber weiterhin Raffinerien

Beide Unternehmen hatten wegen des Ölpreisverfalls - seit Sommer haben sich die Preise mehr als halbiert - zuletzt kräftige Abstriche beim Gewinn machen müssen. Exxon Mobil ist der größte börsennotierte Ölkonzern weltweit. ConocoPhillips ist die drittgrößte US-Ölfirma, agiert aber vor allem als Dienstleister bei der Förderung.

Berkshire hat sich aus dem Energiesektor nicht komplettzurückgezogen. Buffetts Holding war zuletzt beispielsweise noch an dem Unternehmen National Oilwell Varco beteiligt. Der Anteil am Erneuerbare-Energien-Spezialisten Suncor wurde aufgestockt.

Buffett ist einer der reichsten Männer der USA und gilt als einer der gewieftesten Investoren. Er verfügt auch weiterhin über Beteiligungen im Energiesektor: So hält er unter anderem Anteile an den Raffinerien Phillips 66 und National Oilwell Varco. Darüber hinaus hat er Aktien des Technologiekonzerns IBM, der Fastfoodkette Burger King und des Medienkonzerns 21st Century Fox von Medienmogul Rupert Murdoch.

dk/wen (dpa/rtr/afp)