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Reise

Brutsaison im Wattenmeer

Im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hat die Brutsaison begonnen. Mehrere Zehntausend Vogel-Paare brüten bis Ende Juli auf den Salzwiesen, Stränden und Dünen an der Nordseeküste.

Seeschwalben, Möwen, Wat- und andere Küstenvögel nutzen in diesen Tagen das Wattenmeer als Kinderstube für ihren Nachwuchs. Besucher sollten sie nur aus entsprechender Entfernung beobachten. Die Nationalparkverwaltung warnt Spaziergänger ausdrücklich davor, mit ihrem Verhalten die Brut zu gefährden. Hunde müssen deshalb immer an der Leine geführt werden. Auch Drachen seien verboten, da ihr Erscheinen am Himmel die Tiere an Greifvögel erinnere und sie aufschrecke.

"Viele Vögel brüten unauffällig", sagte Hendrik Brunckhorst, Sprecher der Nationalparkverwaltung am Mittwoch. Besuchern sei daher meist gar nicht bewusst, dass sie ihnen zu nahe kommen und möglicherweise die Brut gefährden. Viele Arten würden sich bei Annäherung von Menschen unauffällig vom Nest entfernen und die Eier bzw. Küken dann schutzlos zurücklassen.

Geführte Wattwanderungen

Die wichtigsten Brutgebiete seien deshalb ausgeschildert oder durch Pfahlreihen gekennzeichnet. Sie dürfen bis zum Ende der Jungenaufzucht Ende Juli nicht betreten werden. "Durch behutsames Verhalten können alle Besucher des Nationalparks dazu beitragen, dass diese Brutsaison erfolgreich wird."

Wer nichts falsch machen möchte, sollte sich am besten einer geführten Wattwanderung anschließen. Dabei können Besucher nicht nur die Ruhe genießen, sondern mehr erfahren über das einzigartige Ökosystem, das von Ebbe und Flut bestimmt wird und in dem mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten leben. Seit 2009 ist das Wattenmeer UNESCO-Weltnaturerbe.

ej/ks (epd, Nationalpark Wattenmeer)