1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Kultur

Bruno Ganz mit Carl-Zuckmayer-Medaille geehrt

International sorgte seine Rolle als Adolf Hitler in dem Film "Der Untergang" für Aufsehen. Jetzt wurde der Schweizer Schauspieler in Mainz für seine Verdienste um die deutsche Sprache ausgezeichnet.

Die Auszeichnung wurde vom Land Rheinland-Pfalz im Mainzer Staatstheater an den Künstler übergeben. Die Carl-Zuckmayer-Medaille gehe in diesem Jahr an einen der bedeutendsten europäischen Schauspieler der vergangenen Jahrzehnte, begründete Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Ehrung. Bruno Ganz wirke in einer eigenen künstlerischen Kategorie. "Mit seiner Ausdrucksfähigkeit erzielt er eine ganz besondere Wirkung und verleiht seiner Darstellung eine hohe Glaubwürdigkeit." Ganz sei "frei von jeglicher Oberflächlichkeit und ein Maßstab für Schauspielkunst". Er gehöre zu den wenigen Schauspielern, denen es gelinge, das Feuilleton ebenso zu Begeisterungsstürmen hinzureißen wie ein großes Publikum, sagte Dreyer.

Bruno Ganz als Adolf Hitler und Heino Ferch als Reichsarchitekt Albert Speer in einer Szene des Kinofilms Der Untergang (Foto: picture alliance/dpa)

Bruno Ganz als Adolf Hitler in "Der Untergang"

Zahlreiche Auszeichnungen

Der 73-jährige Schauspieler steht seit mehr als 50 Jahren vor der Kamera und auf deutschsprachigen Theaterbühnen. Er hat mit deutschen Regie-Größen wie Wim Wenders (unter anderem in "Der Himmel über Berlin" von 1987), Werner Herzog oder Volker Schlöndorff zusammengearbeitet. Große Anerkennung wurde Ganz für die Darstellung von Adolf Hitler in Oliver Hirschbiegels Weltkriegsdrama "Der Untergang" (2004) zuteil. Für seine schauspielerischen Leistungen erhielt er unter anderem den Europäischen Filmpreis, das Bundesverdienstkreuz und Anfang 2014 die Goldene Kamera.

Die Carl-Zuckmayer-Medaille wird seit 1979 jährlich vergeben. Sie erinnert an den deutschen Schriftsteller Carl Zuckmayer (1896-1977). Zu den früheren Preisträgern zählen die deutsch-rumänische Schriftstellerin Herta Müller, der Schweizer Autor Friedrich Dürrenmatt, die Schauspieler Armin Mueller-Stahl und Mario Adorf sowie der Rockmusiker Udo Lindenberg.

jb/qu (dpa/epd)