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Wirtschaft

Brunels schnelle Eingreiftruppe ist immer gefragt

Hochqualifizierte Fachkräfte sind in Deutschland immer gefragt. Das ist gut für die holländische Zeitarbeitsfirma Brunel. Sie hat sich auf den Verleih von Ingenieuren spezialisiert.

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Arbeitsbesprechung im Brunel-Team

Besonders für die Luft- und Raumfahrtindustrie werden immer mehr Experten gesucht. Ingenieure sind aber auch in anderen Branchen begehrt. So hat die Firma Brunel die wirtschaftlich schwachen Jahre in Deutschland nicht zu spüren bekommen. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs kontinuierlich. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres kamen 350 hinzu. In Deutschland hat Brunel seinen Sitz in der Hansestadt Bremen, dort sind mehr als 1500 Menschen beschäftigt. Weltweit sind es 6000.

Bis zu vier Jahre werden die Spezialisten von Brunel "entliehen". Die Kunden kommen vor allem aus Technik-Branchen, darunter die Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, Schiffbau, Maschinen- und Anlagenbau, Kraftwerkstechnik und Schienenverkehrstechnik. Brunels Pressesprecher Marcus Pabsch erklärt, dass das Wissen, das in den Köpfen der Mitarbeiter vorhanden sei, nicht zwangsläufig auf eine Branche fixiert sei. "In vielen Fällen ist es auch durchaus positiv, mal Wissen von einer Branche auf eine andere zu übertragen, weil man sich dadurch gegenseitig befruchtet, neue Technologien beispielsweise aus der Luft- und Raumfahrt auch in den Schiffbau transferieren kann." Beispielsweise würden Leichtbauwerkstoffe nicht nur in der Luft- und Raumfahrt eine zunehmend bedeutende Rolle spielen, sondern auch im Schiffbau.

Projektarbeit

Brunel vermittelt nicht nur Ingenieure. Das Unternehmen verfügt in Deutschland über sieben so genannte Kompetenzzentren. Dort entwickeln die Mitarbeiter komplette Projekte, die von Unternehmen in Auftrag gegeben wurden. "Ein Beispiel, was das Kompetenzzentrum in Hildesheim gerade abgeschlossen hat, ist die Entwicklung der Hardware- und Software-Komponenten für ein Bahnstellwerk, was vor wenigen Wochen im Güterbahnhof Mannheim in Betrieb genommen worden ist", sagt Marcus Pabsch.

Weniger als Zeitarbeitsfirma, mehr als Entwicklungspartner für die großen Konzerne fühlt sich die Firma Brunel. Denn zu den Kunden gehören die ersten Adressen. Ein großer Teil der Ingenieure sei für weltweit agierende Unternehmen wie Airbus oder Siemens tätig, sagt Pabsch: "General Motors hat im Bereich der Antriebsentwicklung über 80 Entwicklungszentren weltweit. Wenn man in diesem Bereich tätig ist, dann gehen unsere Mitarbeiter auch einmal nach Indien oder an andere Standorte, um neue Steuergeräte oder ähnliches zu testen oder zu integrieren, und arbeiten mit den dortigen Ingenieuren zusammen." So habe man eine Vielzahl von Projekten, die international sind; die Mitarbeiter seien aber in Deutschland tätig.

Teamfähigkeit

Von 46 Standorten aus werden die "Ingenieure ohne festen Schreibtisch" bundesweit eingesetzt. Was von ihnen erwartet wird, ist natürlich vor allem hochqualifiziertes Wissen, Berufserfahrung und Sprachkenntnisse. Unbedingt notwendig seien aber die soziale Kompetenz und Teamfähigkeit, betont Pabsch: "Diese Technologien, die da heute entwickelt werden, entwickelt niemand mehr alleine in seinem stillen Kämmerlein, sondern, das ist in der Regel alles Teamarbeit. Man muss rechts und links schauen, um

vielleicht neue Komponenten zu integrieren. Das sind die ausschlaggebenden Argumente, wenn wir Personal suchen und Einstellungen vornehmen."

Die Industrie hat also die Möglichkeit, mit Zeitarbeit dem jahrelangen Mangel an qualifiziertem Personal entgegenzutreten.Für die Kunden von Brunel hat das Ausleihen sogar den Vorteil, dass sie das Risiko vermeiden, fest angestellte Mitarbeiter nach Ende eines Projekts nicht mehr beschäftigen zu können.

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