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Politik

Brown und Bush zeigen sich einig

US-Präsident Bush und der britische Premier Brown betonten bei ihrem Treffen in Washington ihre Gemeinsamkeiten, nicht nur beim Thema Iran. Gegen Teheran forderte Brown härtere EU-Sanktionen.

Brown (l.) und Bush betonten ihre Freundschaft, die Gattinnen Laura und Sarah stehen jeweils ganz links und ganz rechts außen (Foto: AP)

Brown (l.) und Bush legten Wert auf ihre Freundschaft

US-Präsident George W. Bush und der britische Premierminister Gordon Brown haben ihren harten Kurs im Atomstreit mit dem Iran bekräftigt. Brown sprach sich bei einem Treffen am Donnerstag (17.4.2008) in Washington für eine Verschärfung der EU-Sanktionen gegen den Iran aus.

Bush machte bei der gemeinsamen Pressekonferenz deutlich: "Unsere Position ist klar. Wir werden zusammen mit anderen Nationen daran arbeiten, dem iranischen Regime deutlich zu machen, dass es nicht die Fähigkeit zur Entwicklung von Nuklearwaffen haben darf." Beide Seiten betonten die guten Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien.

Brown will weitere EU-Sanktionen gegen den Iran

Als Reaktion auf die anhaltende Weigerung des Iran, der Forderung nach einer Aussetzung seiner Urananreicherung nachzukommen, müsse Europa als Strafmaßnahme seine Investitionen in Irans Flüssiggas-Sektor einstellen, forderte Brown. "Wir wollen die Sanktionen so ausweiten, dass sie auch Investitionen in verflüssigtes Naturgas umfassen." Er befinde sich derzeit in Gesprächen mit anderen europäischen Regierungschefs über die Ausweitung der Sanktionen, fügte der britische Premier hinzu.

Brown zeigte sich zuversichtlich, dass die Beziehungen seines Landes zu den USA auch nach dem Wechsel im Präsidentenamt "eng bleiben werden". Zu dieser Schlussfolgerung sei er nach Gesprächen mit den demokratischen Bewerbern Barack Obama und Hillary Clinton sowie dem republikanischen Anwärter John McCain am Donnerstag in Washington gekommen. Jeder der drei Kandidaten wolle die engen Bindungen zu Großbritannien fortführen, sagte der Premierminister. Der nächste US-Präsident wird im November gewählt.

"Persönliche Freundschaft" beim Hamburger

Bush wies Spekulationen über eine Abkühlung des US-britischen Verhältnisses nach dem Abtritt des früheren Premierministers Tony Blair zurück. Seine Beziehung mit Gordon Brown sei "großartig", sagte der US-Präsident. Er sei überzeugt, dass sein Nachfolger die "besonderen Beziehungen" zwischen beiden Ländern fortführen werde. "Ich schätze unsere persönliche Freundschaft wie auch das Verhältnis zwischen unseren Ländern. Wenn es keine persönliche Freundschaft wäre, würde ich den Mann nicht zu einem Hamburger oder etwas anderem einladen", sagte Bush in Washington.

Truppen bleiben im Irak

Der britische Regierungschef der US-Präsident stimmten darin überein, dass der Abzug von Truppen aus dem Irak von Fortschritten in dem Land abhängig gemacht werden müsse. "Es gibt keinen künstlichen Zeitplan", sagte Brown im Weißen Haus. Es gehe im Irak voran, "aber wir haben noch mehr zu tun", sagte der Premier, der Pläne für eine britische Truppenreduzierung im Süden des Iraks wegen des neuen Gewaltausbruchs im April auf Eis gelegt hatte. Bush seinerseits bekräftigte, es blieben die Soldaten im Irak, die für eine Stabilisierung des politischen Fortschritts benötigt würden. (kap)

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