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Sport

Bronze glänzt heller als Silber

Präsentation der Olympischen Medaillen der Spiele in Vancouver (Foto: AP)

Die Wertigkeit olympischer Medaillen schien über Jahrzehnte unantastbar: Gold - Silber - Bronze. Streng nach der Platzierung. Aber jetzt haben Psychologen der Northwestern University's School of Management im US-Bundesstaat Illinois herausgefunden, dass das gar nicht stimmt. Denn ihre Studie belegt, dass Bronzemedaillen-Gewinner bei Olympischen Spielen öfter zufrieden sind als zweitplatzierte Athleten.

"Es hat mit dem Phänomen des kontrafaktischen Denkens zu tun, mit dem Umgang mit der 'Was wäre, wenn'-Frage", erklärt die beteiligte Forscherin Victoria Medvec in einem Interview mit der kanadischen Tageszeitung Globe and Mail. Will heißen: Sie freuen sich darüber, dass sie wenigstens eine Medaille gewonnen haben, und das erzeugt und steigert Zufriedenheit. Athleten auf Platz zwei dagegen trauerten oft vergebenen Chancen auf Gold nach und beeinträchtigten damit die eigene Freude.

Vielleicht denkt jetzt auch das IOC um - und vergibt ganz einfach zwei Bronzemedaillen. Die Silberne könnte man ganz einfach weglassen. (to/sid)