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Sport

Bronze für Teamspringer

Sascha Klein und Tina Punzel sorgen für einen glänzenden Auftakt der Wassersprung-Wettbewerbe bei der Heim-EM in Berlin. Eine Medaillenhoffnung bei den Beckenschwimmern scheitert bereits im Voraluf.

Sascha Klein und Tina Punzel haben für einen glänzenden Auftakt der Wassersprung-Wettbewerbe bei der Heim-EM in Berlin gesorgt. Das Dresdner Duo sicherte sich in der nichtolympischen Team-Disziplin dank eines starken Finaldurchgangs Bronze. Synchron-Weltmeister Klein und die etwas schwächelnde Einzel-Europameisterin Punzel mussten sich lediglich den Russen Viktor Minibajew und Nadeschda Baschina sowie den Titelverteidigern Olexander Bondar und Julia Prokopschuk aus der Ukraine geschlagen geben. "Es war ein sehr guter Wettbewerb, deswegen ist es auf jeden Fall eine gewonnene Medaille", sagte Synchron-Weltmeister Klein, der die leichten Schwächen der Einzel-Europameisterin Punzel mit konstant guten Sprüngen ausmerzte. Punzel, die nach ihren langwierigen Rückenbeschwerden noch nicht in Topform ist, war erleichtert: "Der erste Druck ist jetzt weg. Wir wollten eine Medaille, mit Bronze sind wir sehr glücklich."

Bundestrainer Lutz Buschkow kritisierte dagegen: "Ich habe mit Silber geliebäugelt. Sie haben in den ersten Sprüngen die Gegner stark gemacht und sind dann den Punkten hinterhergelaufen. Aber sie haben gezeigt, dass sie kämpfen können." Beim Teamspringen darf jede Nation je einen Mann und eine Frau nominieren, die jede der sechs Sprunggruppen präsentieren müssen. Beide müssen zudem sowohl vom 3-Meter-Brett als auch vom Turm antreten, es sind also Allrounder gefragt. Da es kein Streichresultat gibt, werden alle erzielten Punkte addiert.

Biedermann scheitert im Vorlauf

Über 400 Meter Freistil schlug Clemens Rapp als Fünfter an und verpasste damit eine Überraschungs-Medaille. Die erste Entscheidung der Beckenschwimmer im Velodrom von Berlin gewann der Serbe Velimir Stjepanovic, vor dem Italiener Andrea Mitchell D'Arrigo und dem Briten Jay Lelliott.

Paul Biedermann senkt den Blick (Foto: Michael Kappeler/dpa)

Enttäuschung: Paul Biedermann verpasst das Finale

Weltrekordler Paul Biedermann hatte als Vorlauf-Neunter das Finale verpasst. In 3:50,42 Minuten fehlten ihm am Ende sieben Hundertstelsekunden für das Finale der besten Acht. "Das Ding hat er beim Anschlag verloren, er ist nur rangeglitten statt noch einen Zug zu machen. Aber die Frage wäre gewesen, ob wir das Finale geschwommen wären", sagte Biedermanns Heimtrainer Frank Embacher der Nachrichtenagentur dpa. Wegen einer mehrwöchigen Trainingspause war die Form des Weltrekordlers unklar. Biedermann gab im Glauben, als Dritter seines Vorlaufs weiter zu sein, schon Interviews. Dann schaute er Richtung Ergebnisanzeige und verließ mit starrer Miene die Mixed Zone. Biedermann plant neben zwei Staffel-Auftritten bei den Europameisterschaften bis zu drei Einzelstarts, mit Fokus auf seine Spezialstrecke 200 Meter Freistil.

Ungarin gewinnt über 400 Meter Lagen

Die Ungarin Katinka Hosszú ist Europameisterin über 400 Meter Lagen geworden. Die dreimalige Weltmeisterin lag bis zur Schlussbahn auf Weltrekord-Kurs, dann aber schwanden die Kräfte. Silber ging an die Spanierin Mireia Belmonte. Den dritten Platz belegte die Britin Aimee Willmott. Die deutsche Schmetterling-Hoffnung Franziska Hentke hatte über ihre Nebenstrecke wie erwartet trotz einer guten Leistung das Finale verpasst.

Den Europameistertitel in den Freistil-Staffelrennen holten sich Frankreich und Schweden. Die französischen Männer gewannen über 4 x 100 Meter vor den Formationen aus Russland und Italien. Bei den Damen siegte das Quartett aus Schweden vor den Niederlanden und Italien. Deutsche Staffeln waren bei den Titelkämpfen in der Heimat nicht am Start.

Deutsches Sextett erreicht Finals

Steffen Deibler beim Start (Foto: Michael Kappeler/dpa)

Deibler erreicht das Finale über 50 Meter Schmetterling

Unterdessen erreichte ein deutsches Sextett die Finalläufe der Beckenschwimmer am Dienstag. Kurzbahn-Weltrekordler Steffen Deibler war über 50 Meter Schmetterling der Drittschnellste im Halbfinale. Ebenfalls das Finalticket mit Medaillenchancen buchten die Rückenschwimmer Jan-Philip Glania und Christian Diener über 100 Meter sowie Jenny Mensing und Lisa Graf über 200 Meter. "Ich habe mich gefühlt wie ein junger Gott", sagte Diener nach seiner persönlichen Bestzeit. Und Hendrik Feldwehr machte sich an seinem 28. Geburtstag mit dem Finaleinzug über 100 Meter Brust als Neunter selbst das beste Geschenk. "Die Zeit ist völliger Schrott, da hatte ich deutlich mehr Glück als Verstand", sagte Feldwehr: "Zwischendurch habe ich noch meine Badekappe verloren."

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