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Kultur

"Brokeback Mountain" gewinnt Goldenen Löwen

Mit der Verleihung der Goldenen Löwen ist am Samstagabend das 62. Filmfestival in Venedig zu Ende gegangen. Den Goldenen Löwen für den besten Film erhielt der chinesisch-amerikanische Regisseur Ang Lee.

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Glänzende Auszeichnung für Ang Lee

Lee wurde für seinen Film "Brokeback Mountain" ausgezeichnet. Der Film des 1954 in Taipeh geborenen Regisseurs erzählt einfühlsam von der ungewöhnlichen homosexuellen Liebe zweier amerikanischer Cowboys, die sich 1963 auf einer Ranch treffen.

Lee erhielt im Jahr 2000 den Regie-Oscar für seinen Film "Tiger & Dragon". 1993 wurde sein Film "Das Hochzeitsbankett" auf der Berlinale uraufgeführt und errang dort den Goldenen Bären.

Ehrungen für Schauspieler

Als bester Schauspieler wurde der Amerikaner David Strathairn (56) für seine Hauptrolle in "Good Night, and Good Luck" von Regisseur George Clooney ausgezeichnet, der einen Journalisten während der McCarthy-Ära der 50er Jahre in den USA spielt. George Clonney und Grant Heslov würden für ihr Drehbuch zu "Good Night, and Good Luck" ausgezeichnet.

George Clooney

George Clooney

Die italienische Schauspielerin Giovanna Mezzogiorno (30) wurde für ihre Rolle in "La bestia nel cuore" als bester Darstellerin geehrt.Die französische Schauspielerin Isabelle Huppert erhielt den Sonderpreis für ihre Rolle in Patrice Chereaus "Gabrielle". Sie spielt in dem Film eine Frau, die versucht, aus ihrer leidenschaftslosen Ehe auszubrechen. "Venedig bringt mir Glück", sagte die Diva bei der Preisverleihung. Als Dank an Regisseur Chereau sagte sie, es gebe keine großartige Rolle ohne einen großartigen Regisseur.

Patrice Chereau und Isabelle Hupper

Patrice Chereau und Isabelle Huppert

Keine deutschen Filme

Unter den 20 Wettbewerbsfilmen - 19 Streifen plus ein "Überraschungsfilm" des Japaners Takeshi Kitano - war kein deutscher Beitrag. Werner Herzogs Science-Fiction-Film "The Wild Blue Yonder" und Philip Gröning Beitrag "Die große Stille" liefen lediglich in der Nebenreihe orizzonti. Dort gingen sie leer aus. Deutsche Künstler haben seit langem Pech in Venedig: Den letzten "deutschen Löwen" gab es 1982. Das Filmfest am Lido von Venedig gilt neben Berlin und Cannes als das weltweit wichtigste Festival.

Harte Konkurrenz

Die Entscheidung der Jury unter der Leitung des italienischen Regisseurs Dante Ferretti war nicht einfach: Zahlreiche Streifen waren zuvor von Kritikern als Favoriten genannt worden. Immer wieder hatte es geheißen, Clooney könne den Löwen gewinnen. Selten hatte es in den vergangenen Jahren eine solche harte Konkurrenz am Lido gegeben. Bereits am Freitag bekam der japanische Zeichentrickfilmer Hayao Miyazaki ("Prinzessin Mononoke") einen Goldenen Ehrenlöwen für sein bisheriges Gesamtwerk.

Filmfestspiele in Venedig - Panoramabild

Hayao Miyazaki

Bei einer kurzen und eher nüchternen Abschlussgala am Samstagabend ging der Spezialpreis der Jury an "Mary" des amerikanischen Regisseurs Abel Ferrara. Den Spezialpreis für die beste Regie bekam Philippe Garrel für "Les Amants réguliers". Der Film erzählt von der Zeit nach den 68er-Unruhen in Paris. (chr)

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