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Kultur

Britischer Choreograf will New Yorker Tanzszene aufmischen

Der junge britische Choreograf Christopher Wheeldon will die New Yorker Tanzszene aufmischen. Der 33-jährige kündigte die Gründung eines klassischen Balletts mit dem Namen "Morphoses" an, das seinen Sitz in New York und einen Ableger in London haben soll, wie die "New York Times" am Montag (8.1.2007) berichtete. Wheeldon würde damit in direkte Konkurrenz zu den beiden etablierten New Yorker Häusern treten - dem City Ballet und dem American Ballet Theater.

Der an der Royal Ballet School in London ausgebildete Tänzer gilt als einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Choreografen. 2001 war er zum ersten festen Haus-Choreographen des New York City Ballet ernannt worden, kündigte den Vertrag aber im vergangenen September vorzeitig, um frei zu arbeiten. In Hamburg war er 2001 mit dem Ballett "VIII" zu Musik von Benjamin Britten zu sehen.

Für sein neues Projekt ist der Künstler erst einmal auf potente Geldgeber angewiesen. Geplant seien zunächst ein Dutzend Aufführungen mit frei engagierten Tänzern aus New York und London, die Wheeldon aus seiner bisherigen Arbeit kennt, hieß es. Die etablierten Häuser in New York reagierten dem Bericht zufolge gelassen auf die neue Konkurrenz. "Das hier gilt als Weltstadt des Tanzes. Da wird schon noch Platz für einen mehr sein", sagte der Leiter des New York City Ballets und langjährige Förderer von Wheeldon, Peter Martins.