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Kultur

Britische Künstler warnen vor Brexit

300 britische Kinostars, Musiker und Künstler haben sich für den Verbleib ihres Heimatlandes in der EU stark gemacht. Bei einem Brexit sehen sie die kreativen Erfolgschancen der Kunstszene Großbritanniens in Gefahr.

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Kinostars warnen vor Ausstieg aus der EU

Für Millionen von Menschen, die in der Kreativbranche arbeiten, sei ein endgültiger Ausstieg Großbritanniens aus der EU "ein Sprung ins Ungewisse", schreiben 282 Prominente in einem offenen Brief, den der "Daily Telegraph" und der "Guardian" am Freitag (20.5.2016) veröffentlicht haben.

Viele Stars aus der britischen Film-, Kunst- und Modeszene, wie auch Schauspielerin Keira Knightley (Artikelbild) haben sich aktuell klar positioniert und gegen einen Brexit ausgesprochen. Die Insel sei viel stärker in Europa, und bliebe auch "einfallsreicher und kreativer", wenn sie damit weiterhin politisch und kulturell verbunden bleibe. Die Kreativwirtschaft Großbritanniens stelle mit rund 110 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr ein vitales Kreativzentrum für die britische Wirtschaft, sagte John Sorell, der Vorsitzende der "Creative Industries Federation".

International vernetzte Künstler, wie die Modeschöpferin Vivienne Westwood und auch die Kinostars Kristin Scott Thomas und Benedict Cumberbatch, sehen die Möglichkeit eines Ausstiegs aus der EU mit wachsender Sorge: "Unser weltweiter kreativer Erfolg würde erheblich geschwächt, wenn wir weglaufen", schreiben die Unterzeichner in ihrem Brief.

Modeschöpferin Vivienne Westwood posiert anlässlich ihres 75. Geburtstags für die Fotografen. (c) dpa - Bildfunk

Fashion-Queen: Modeschöpferin Vivienne Westwood macht sich stark für den Verbleib Großbritanniens in der EU

Kreativer Export aus Großbritannien

Auch die Lyrikerin Carol Ann Duffy und Musikerin Paloma Faith haben mit unterzeichnet. Mit Verweis auf William Shakespeare und David Bowie stellen die Briefschreiber fest, dass die großen Kreativen des Landes schließlich den Rest der Welt "inspiriert und beeinflusst" hätten. Eine Mitgliedschaft in der EU stärke zudem die Führungsrolle der Briten in Europa.

Am 23. Juni 2016 stimmen die Briten über den Verbleib ihres Landes in dem europäischen Verbund der EU ab. Das Land ist inzwischen gespalten in ein Pro- und ein Contra-Lager, die vehement Argumente vortragen. Der britische Premierminister David Cameron wirbt mit Leidenschaft für einen Verbleib Großbritanniens in der EU. Dafür findet er inzwischen bei vielen Künstlern und Musikern Unterstützung.

hm/pl (afp/dpa)

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