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Musikpreis

Brit Awards für Bowie und seinen "Blackstar"

Die Musik von David Bowie ist unsterblich. Und ein Jahr nach seinem Tod steht er selbst noch einmal im Mittelpunkt der Brit Awards: Als bester Künstler und mit dem besten Album.

Mehr als ein Jahr nach seinem Tod ist David Bowie bei den Brit Awards in London gleich doppelt ausgezeichnet worden. Der am 10. Januar 2016 gestorbene Künstler erhielt den Musikpreis in der Kategorie bester britischer Solokünstler. Sein letztes Werk "Blackstar" wurde als bestes britisches Album ausgezeichnet. Bowie ist damit der erste Künstler, der posthum mit dem Brit Award ausgezeichnet wurde. Er setzte sich in der Kategorie Solokünstler gegen Craig David, Michael Kiwanuka, Kano und Skepta durch.

Der Brit Award ist schon die zweite posthume Auszeichnung für David Bowie. Die Rocklegende war am 12. Februar in Los Angeles ebenfalls für "Blackstar" mit fünf Grammys geehrt worden. Zu Lebzeiten hatte er den bedeutenden Musikpreis nur ein einziges Mal gewonnen. Bowie gilt als einer der einflussreichsten Musiker der vergangenen 40 Jahre.

Den Preis als beste britische Solokünstlerin erhielt die schottische Sängerin Emeli Sandé. Zur besten britischen Gruppe wurden The 1975 gewählt, zum besten britischen Nachwuchskünstler der Blues- und Soulsänger Rag'n'Bone Man.

In den internationalen Kategorien gingen die Brit Awards 2017 an Rapper Drake, Sängerin Beyoncé und die Gruppe A Tribe Called Quest, die jedoch allesamt bei der Preisverleihung in London fehlten.

Rory Graham lead singer of British band Rag'n'Bone poses with his award for Best British Breakthrough Act at the Brit Awards at the O2 Arena in London (Reuters/N. Hall)

Rory Graham, bekannt als "Rag'n'Bone Man", freut sich über seine Auszeichnung

Gedenken an George Michael

Im Showprogramm traten in diesem Jahr unter anderem Coldplay, Bruno Mars, Robbie Williams und Katy Perry auf. Die US-Sängerin, die zuletzt häufiger politische Botschaften sendete, sang ihre aktuelle Single "Chained To The Rhythm" und ließ dazu zwei überdimensionale Skelette auf der Bühne tanzen. Die Figuren erinnerten aufgrund ihrer Kleidung an US-Präsident Donald Trump und die britische Premierministerin Theresa May bei ihrem ersten Treffen Ende Januar in Washington.

Perrys Auftritt fand ein großes Echo in den sozialen Medien und wurde zum Aufmacher der Boulevard-Zeitung "Daily Star", die in einem typisch englischen Wortspiel von einer "Horrorshow" schrieb. Der "Mirror" nannte den Auftritt "umstritten".

The BRIT Awards 2017 - Show Katy Perry (Getty Images/AFP/J. Tallis)

Zwei Skelette, zwei Staatschefs? Die Installationen bei Katy Perrys Auftritt erinnerten an bekannte Staatsoberhäupter

Die laute Pop-Branche war zwischendurch ganz still

Für den emotionalen Höhepunkt des Abends sorgte Andrew Ridgeley, ehemaliger Bandkollege des an Weihnachten verstorbenen George Michael im Pop-Duo Wham!. Gemeinsam mit den früheren Wham!-Background-Sängerinnen Helen "Pepsi" DeMacque und Shirlie Holliman, denen dabei die Tränen kamen, erinnerte er an seinen Freund. Anschließend sang Coldplay-Sänger Chris Martin Michaels Hit "A Different Corner".

Außerdem gedachte die kurzzeitig stillschweigende Pop-Branche mit einem bewegenden Video allen 2016 von ihr gegangenen internationalen Größen - insbesondere Prince und Leonard Cohen, die im vergangenen Jahr im Alter von 57 beziehungsweise 82 Jahren verstorben waren.

Die Brit Awards gelten neben den Grammys als wichtigste Musikpreise der Welt. Über die Auszeichnungen entscheiden mehr als 1000 Mitglieder der Musikindustrie, darunter auch die Nominierten und Gewinner der Vorjahre.

rb/rk (afp, ap, dpa)

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