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Iran

Brennendes Hochhaus in Teheran eingestürzt

Beim Einsturz eines 17-stöckigen Gebäudes in Teheran sind rund 30 Feuerwehrleute verschüttet worden. Der Bürgermeister geht davon aus, dass 20 von ihnen ums Leben gekommen sind.

Video ansehen 00:30

Großbrand in Teheran

Die 20 Feuerwehrmänner seien tot, sagte Bürgermeister Mohammed Bagher Ghalibaf im iranischen Staatsfernsehen. Ein Sprecher der Feuerwehr sprach von einer realistischen Einschätzung. Es seien aber noch seien keine Leichen geborgen worden, fügte er hinzu. Man sei vorsichtig bei der Bergung, um weiteres Feuer oder gar eine Explosion zu vermeiden. Das Staatsfernsehen zeigte live Bilder des Einsturzes. Die Feuerwehrmänner konnten zwar rechtzeitig alle Menschen aus dem brennenden Gebäude holen, wurden aber selbst von dem plötzlichen Einsturz überrascht.

Nach Berichten des Staatsfernsehens waren rund 200 Helfer im Einsatz am Plasco-Gebäude im Zentrum der iranischen Hauptstadt, als der 15-stöckige Bau am Morgen einstürzte. Rund 75 Menschen seien verletzt worden. 23 von ihnen wurden mit Rauchvergiftungen und Verbrennungen in naheliegende Krankenhäuser gebracht. 

Warnungen missachtet? 

Iran Hochhaus in Teheran - Einsturz nach Brand (picture-alliance/dpa/V. Salemi)

Das Gebäude vor dem Einsturz

Ein Feuerwehrsprecher erklärte, die Behörden hätten die Hausverwaltung in der Vergangenheit mehrfach auf mangelnde Brandsicherheit hingewiesen. So hätten Feuerlöscher gefehlt, in den Treppenhäusern sei Kleidung gelagert gewesen.

Präsident Hassan Ruhani ordnete eine akribische Untersuchung des Vorfalls an. Die Ursache für den Großbrand und den Einsturz war zunächst unklar. Die Feuerwehr geht davon aus, dass marode Stromleitungen und mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen den Großbrand verursacht haben. Das Feuer soll laut Augenzeugenberichten im 11. Stock ausgebrochen sein. 

Das Anfang der 60er Jahre errichtete Gebäude war das älteste Hochhaus des Iran und galt als eines der bekanntesten Gebäude der Hauptstadt. Es beherbergte unter anderem ein Einkaufszentrum und Kleidungsfabriken.

stu/uh/kle (afp, dpa)

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