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Fußball

Bremen zum zehnten Mal im Pokalfinale

Werder Bremen hat zum zehnten Mal das Endspiel des DFB-Pokals erreicht. Der Titelverteidiger setzte sich gegen den Zweitligisten FC Augsburg durch. Der Finalgegner wird zwischen Schalke 04 und Bayern München ermittelt.

Bremens Claudio Pizarro (l.) im Zweikampf mit dem Augsburger Jonas De Roeck (Foto: AP)

Bremer bezwingt im Pokal den Zweitligisten Augsburg

Das kleine Jubiläum ist perfekt: Titelverteidiger SV Werder Bremen steht zum zehnten Mal im Finale des DFB-Pokals. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf ließ sich auch vom letzten verbliebenen Zweitligisten FC Augsburg nicht aufhalten und gewann am Ende mit 2:0 (1:0). "Wir können stolz sein, dass wir wieder nach Berlin fahren. Das ist eigentlich unglaublich, aber die Mannschaft ist am Limit. Das hat man heute gemerkt", sagte Schaaf. Die Tore vor 32.000 Zuschauern im Weserstadion erzielten Marko Marin in der 30. Minute und Claudio Pizarro (84.).

Bremens Marko Marin (2. v.r.) feiert mit seinen Teamkollegen das 1:0 (Foto: AP)

Bremer Pokalfreude: Marko Marin lässt sich nach seinem Treffer zum 1:0 feiern

Schaaf hatte im Gegensatz zum 3:2-Sieg am vergangenen Wochenende in der Bundesliga gegen den VfL Bochum wieder auf seine Stammformation gesetzt. Sein Team konnte dabei nur in der 1. Halbzeit überzeugen. Hier erspielten sich die Bremer vor allem in der Anfangsphase klare Chancen heraus. Mesut Özil (3.), Claudio Pizarro (7.) und Clemens Fritz (9.) verfehlten jedoch das Augsburger Tor. Nach einer halben Stunde schlug Werder aus seinem spielerischen Übergewicht dann Profit. Nach einem sehenswerten Doppelpass mit Özil erzielte Marin (30.) die Bremer Führung.

Augsburg drängte auf den Ausgleich

Ausgburgs Stürmer Michael Thurk (Foto: AP)

Bester Augsburger: Toptorjäger Michael Thurk

Der Zweitligist aus Bayern brachte in der Offensive zunächst nur wenig zustande. Top-Torjäger Michael Thurk, der in der laufenden Saison schon 21 Tore erzielte, hatte in der 41. Minute dennoch eine gute Möglichkeit, als er aus spitzen Winkel nur den Innenpfosten traf. Nach dem Wechsel erhöhten die von Jos Luhukay trainierten Augsburger den Druck auf das Bremer Tor und brachten die Abwehr des sechsmaligen Pokalsiegers mehrfach in Gefahr. "Wir wussten, dass wir heute das nötige Quäntchen Glück brauchen, um ins Finale gekommen. Bei der Chance von Michael Thurk hat uns das aber gefehlt. Am Ende hat Werder aber verdient gewonnen", betonte Luhukay. Erst in den letzten 20 Minuten konnte die Hanseaten das Spiel gegen den Aufstiegskandidaten wieder offen gestalten. Pizarro sorgte dann kurz vor dem Ende für die Entscheidung.

Bayern-Trainer van Gaal will Triple

Bayern-Trainer Louis van Gaal gestikuliert an der Seitenlinie. (Foto: dpa)

Van Gaal spuckt große Töne

Bremens Gegner für das Endspiel am 15. Mai im Berliner Olympiastadion wird im zweiten Halbfinale an diesem Mittwoch (24.03.2010) zwischen dem FC Schalke 04 und Rekord-Pokalsieger FC Bayern München ermittelt. Schalke ist derzeit Tabellen-Zweiter der Bundesliga, München mit nur einem Punkt Vorsprung auf die Königsblauen Spitzenreiter. Zwei Teams auf Augenhöhe, insofern ist der Pokal-Knüller in Gelsenkirchen so etwas wie ein erstes Endspiel vor dem Showdown in der Bundesliga. Bayern-Trainer Louis van Gaal gibt sich selbstbewusst: "Ich will alle drei Titel gewinnen" - also Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal. Die Generalprobe der Bayern für das Pokalhalbfinale auf Schalke ging jedoch gründlich daneben. Nach 19 Bundesligaspielen ohne Niederlage riss am vergangenen Samstag (20.03.2010) die Erfolgsserie. Die Bayern verloren 1:2 bei Eintracht Frankfurt. Dennoch blieben die Münchner Tabellenführer. Im Pokal aber heißt es: Alles oder nichts. Oder wie es Trainer van Gaal formuliert: "Wir bekommen die Gladiolen oder wir sind tot."

Zwei Duelle in anderthalb Wochen

Magath 2005 mit DFB-Pokal und Meisterschale (Foto: dpa)

Wieder ein Double für Magath?

Die Statistik spricht gegen Schalke. Siebenmal standen sich beide Teams im Pokal gegenüber, sechsmal setzten sich die Bayern durch - auch beim letzten Duell 2005. Damals schaffte Felix Magath als Trainer der Münchner das Double, heute ist er Coach der Schalker. "Ich will den Pokalsieg, das ist das klare Ziel", sagt Magath selbstbewusst. "Wenn wir die Bayern schlagen können, dann zu Hause." Anderthalb Wochen nach dem Pokalschlager treffen beide Teams erneut in Gelsenkirchen aufeinander: am 3. April, zum vielleicht vorentscheidenden Duell in der Bundesliga. Insofern könnte das Pokal-Halbfinale am Mittwoch schon ein kleiner Fingerzeig auf den Endspurt um den Meistertitel sein.

Autor: Arnulf Boettcher
Redaktion: Calle Kops

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