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Fußball

Bremen lässt hoffen, die anderen straucheln

Alter Pokal im neuen Gewand: Der UEFA-Cup ist zur Europa-League geworden und bis auf Werder Bremen legen die deutschen Vertreter einen Fehlstart hin. Der Hamburger SV blamiert sich völlig und Hertha BSC enttäuscht.

Die Bremer Bargfrede, Borowski, Frings und Marin (v.l.) bejubeln das 1:0 (Foto: AP Photo/Armando Franca)

Die Bremer Bargfrede, Borowski, Frings und Marin (v.l.) bejubeln das 1:0

Der neue Name des Wettbewerbs scheint für zwei von drei deutschen Teilnehmern kein gutes Omen zu sein. So sieht es zumindest nach dem ersten Spieltag der Gruppenphase der Europa-League aus.

Der Bremer Hoffnungsschimmer

Naldo (l.) gratuliert Frings nach dessen verwandeltem Elfmeter (Foto: AP Photo/Armando Franca)

Naldo (l.) beglückwünscht Frings nach dessen verwandeltem Foulelfmeter

Einzig Werder Bremen hat sich aus dem Kreis der deutschen Vereine am Donnerstag eine gute Ausgangsposition gesichert. Der DFB-Pokalsieger gewann bei Nacional Funchal aus Portugal nach hartem Kampf mit 3:2 (1:0), doch bis zum Abpfiff musste gezittert werden. Ohne Regisseur Mesut Özil, der wegen Knieproblemen passen musste, hatte der UEFA-Cup-Finalist der Vorsaison zwar am Ende die Nase vorn, doch dabei stand den Bremern das Glück zur Seite. Torsten Frings per Foulelfmeter (39.) und Claudio Pizarro (55.) schossen das Team von Trainer Thomas Schaaf mit 2:0 in Führung. Doch danach wackelte Werder. Felipe Lopes (68.) und Rafik Halliche (75.) gelang der Ausgleich für die Gastgeber. Dann aber machte Pizarro (85.) mit seinem zweiten Treffer noch alles klar für die Bremer. Trainer Thomas Schaaf bemängelte vor allem die schlechte Chancenverwertung seiner Mannschaft. "Gott sei Dank haben wir das Spiel für uns entscheiden können", meinte Schaaf erleichtert. "Wir hätten vorher das 3:0 machen müssen. Dann bringt man sich auf einmal in Not", ärgerte er sich über die Aufholjagd der Portugiesen. In der zweiten Begegnung der Gruppe L gewann Athletic Bilbao aus Spanien gegen den österreichischen Club Austria Wien mit 3:0 (2:0).

Die Hamburger Blamage

Symbolisches Bild in Wien (Foto: AP Photo/Ronald Zak)

Symbolisches Bild in Wien

Besonders hart hat es den Hamburger SV erwischt. Die Hansestädter verloren beim österreichischen Vizemeister Rapid Wien mit 0:3 (0:2) und erreichten dabei nicht annähernd die Form, mit der sie zuletzt die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga gestürmt hatten. Der angepeilte Einzug in das Europa-League-Finale am 12. Mai 2010 im heimischen Stadion dürfte für den HSV in der gezeigten Verfassung kaum zu realisieren sein. "Nach dem ersten Gegentor haben wir ziemlich den Faden verloren. Das war ein Spiel, in dem wir einfach zu viele individuelle Fehler gemacht haben", sagte Hamburgs konsternierter Stürmer Mladen Petric nach der herben Packung. "Einige von uns waren dieses Mal nicht auf Top-Niveau. Deshalb konnten wir das Spiel nicht mehr umbiegen."

HSV - Ohne Worte: Die Hamburger Elia, Aogo und Petric (v.l.) (Foto: AP Photo/Ronald Zak)

HSV - ohne Worte

Vor knapp 50.000 Zuschauern im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion, dessen Namensgeber den HSV zwischen 1981 und 1987 als Trainer zu zwei deutschen Meistertiteln, einem DFB-Pokalsieg und dem Triumph im Europapokal der Landesmeister geführt hatte, brachte Rapids deutscher Kapitän Steffen Hofmann die Platzherren nach 35 Minuten in Führung. Stürmer Nikica Jelavic erhöhte noch vor der Pause auf 2:0 (44.). Christopher Drazan traf schließlich zum 3:0 (76.). In der zweiten Partie der Hamburger-Gruppe C bezwang der israelische Club Hapoel Tel Aviv Celtic Glasgow aus Schottland mit 2:1 (0:1).

Die Berliner Enttäuschung

1:0 - Da freuten sich die Herthaner noch. (Foto: AP Photo/Michael Sohn)

1:0 - Da feierte Hertha noch

Auch Hertha BSC musste eine Enttäuschung hinnehmen. Nach dem miserablen Bundesligastart musste sich der kriselnde Hauptstadt-Club vor der Geisterkulisse von nur 13.454 Zuschauern im heimischen Olympiastadion gegen den lettischen Meister FK Ventspils nach einer streckenweise desolaten Vorstellung mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Lukasz Piszczek (34.) hatte die Berliner zunächst in Führung gebracht. Doch die Hertha agierte ohne jedes Selbstvertrauen und kassierte verdient den Ausgleich durch Edgars Gauracs (48.). "Das 1:1 hat unser ganzes Spiel über den Haufen geworfen", gab Hertha-Akteur Maximilan Nicu anschließend zu. Man habe sich selbst im Weg gestanden und sich das Leben zu schwer gemacht, ergänzte der Mittelfeldspieler.

Hertha-Keeper Drobny (Foto: AP Photo/Michael Sohn)

Verletzt - Berlins Keeper Drobny

Schon in der 5. Spielminute musste Hertha-Torhüter Jaroslav Drobny Kopf und Kragen gegen Jurijs Zigajevs riskieren. Wenig später war der Tscheche erneut zu einer Rettungstat gezwungen, bei der er sich aber am rechten Oberschenkel verletzte und ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Ersatzkeeper Sascha Burchert ins Spiel (19.). Das zweite Spiel der Gruppe D zwischen dem SC Heerenveen aus den Niederlanden und Sporting Lissabon aus Portugal endete 2:3 (1:2).

Autor: Calle Kops

Redaktion: Andreas Ziemons

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