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Aktuell Deutschland

Bremen feiert Samba-Karneval

Straßenkarneval können nur die Rheinländer? Von wegen! Die angeblich so kühlen Hanseaten benötigen nicht einmal Alkohol, um sich in Stimmung zu tanzen.

Bunt, laut und in bester Stimmung: Der Samba- und Maskenkarneval hat die Hansestadt Bremen für einen Tag in eine Hochburg des Narrentums verwandelt. Unter dem Motto "Der große Circus" reihten sich Clowns und Artisten neben den trommelnden und tanzenden Sambatruppen in den farbenprächtigen Zug durch die Innenstadt ein. Drei bis vier Meter große Stelzenläufer umspielten und verzauberten Schaulustige als mystische Wesen, Elefanten oder gar Flugzeuge.

Im 30. Jahr der Traditionsveranstaltung seien rund 1.900 Aktive in 111 Gruppen aus Deutschland und dem europäischen Ausland beteiligt, sagte die künstlerische Leiterin Janine Jaeggi. Die Künstler verzichten dabei durchgängig auf Gage und übernachten oftmals unter spartanischen Bedingungen in den Räumen von Kindertagesstätten, Kirchengemeinden, Altenheimen und Kultureinrichtungen.

Der Bremer Samba-Karneval gilt als der größte seiner Art in Deutschland. Auf dem Markt zwischen Rathaus, Roland und Handelskammer drängten sich mehrere tausend Menschen oder säumten den Weg Richtung Ostertorviertel. Am Mittag schätzte die Polizei die Zuschauerzahl auf etwa 15 000 - mit steigender Tendenz.

Alles verlief friedlich. Das sei traditionell so, sagte ein Polizeisprecher. Das liege auch daran, dass bei dieser Veranstaltung kein Alkohol ausgeschenkt werde.

rb/wl (dpa, epd)