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Fußball

Bremen erneut im Pokalhalbfinale

Der Titelverteidiger setzte sich gegen Hoffenheim mit 2:1 durch. Die restlichen drei Viertelfinalpartien an diesem Mittwoch (10.2.2010) sind Duelle "Groß gegen Klein".

Bremens Spieler Naldo jubelt über sein Tor im Pokal-Viertelfinale gegen Hoffenheim. Foto: AP

Bremens Torschütze Naldo

Es bleibt dabei: Werder Bremen ist eine echte Pokalmannschaft. Der Titelverteidiger entschied das einzige Duell zweier Bundesligisten im DFB-Pokal-Viertelfinale mit 2:1 (1:0) für sich. Von Beginn an übernahmen die Bremer vor 25.000 Zuschauern bei Schneetreiben und Minustemperaturen die Initiative gegen die stark ersatzgeschwächten Gäste. Doch es dauerte bis zur 27. Minute, ehe die Werder- Fans erstmals jubeln durften: Naldo zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern in den Torwinkel. Hoffenheim zeigte sich wenig beeindruckt und hatte schon vor dem Pausenpfiff einige Chancen auszugleichen. Bremens Torwart Tim Wiese blieb wegen eines eingeklemmten Nervs im Rücken nach 45 Minuten in der Kabine.

Kopfballduell zwischen Bremens Torsten Frings (l.) und Hoffenheims Sejad Salihovic im Schneegestöber von Bremen. Foto: AP

Harter Kampf im Schneegestöber: Kopfballduell zwischen Torsten Frings (l.) und Sejad Salihovic

In der zweiten Halbzeit schlug die Stunde der Einwechselspieler: Zunächst traf in der 73. Minute Prince Tagoe per Kopf zum 1:1 für Hoffenheim. Der Ghanaer war gerade einmal 89 Sekunden auf dem Platz. Doch die Freude der Hoffenheimer währte nur kurz. In der 76. Minute sorgte der Portugiese Hugo Almeida, der fünf Minuten zuvor für Mesut Özil ins Spiel gekommen war, für den 2:1-Endstand. "Wir haben wieder einen Schritt nach vorne gemacht", freute sich Bremens Trainer Thomas Schaaf über den zweiten Heimsieg innerhalb von fünf Tagen. Sein Hoffenheimer Kollege Ralf Rangnick war enttäuscht: " Wir haben ein Klassespiel gemacht. Mit der Mannschaft, die wir heute zur Verfügung hatten, konnten wir nicht besser spielen."

Bayern München gegen Greuther Fürth

Bayern-Trainer van Gaal. Foto: AP

Van Gaal lässt drei Stammspieler draußen

Am Mittwoch kommt es dreimal zu dem klassischen Pokalfight zwischen "Groß und Klein". Der FC Bayern München empfängt die SpVgg Greuther Fürth. Es ist nicht nur das Duell des Rekordtitelträgers gegen den Zweitligisten, es ist auch das bayerisch-fränkische Prestigeduell. Verlieren können dort nur die großen Bayern. So meinte Abwehrspieler Daniel van Buyten dann auch: "Ich glaube, wir müssen nur auf uns achten und ich denke, wir können uns nur selbst schlagen." Eine Niederlage der Münchner würde ganz Fußball-Deutschland amüsieren. Ausgenommen natürlich die Sympathisanten des Gastgebers. Allerdings: Wie man das Duell mit dem aktuell Achten der zweiten Liga in Bayerns Hauptstadt einordnet, ist leicht daran zu erkennen, dass der deutsche Rekordmeister beabsichtigt, ohne drei Stammkräfte anzutreten. Trainer Louis van Gaal will freiwillig auf Torwart Jörg Butt und Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger, die zum Auftakt der englischen Wochen geschont werden sollen, verzichten. Auch der angeschlagene Miroslav Klose solle gegen die Fürther "vorsichtshalber pausieren", hieß es. Wenn es noch einer Motivation bedurfte, dann ist sie den Gästen aus dem Frankenland jetzt geliefert.

Augsburg gegen Köln

Fans des 1. FC Köln halten im Stadion ihre Schals hoch. Foto: AP

Ganz Köln träumt vom internationalen Geschäft

Der FC Augsburg erwartet den 1. FC Köln. Beide Mannschaften schwimmen in jeweils ihrer Liga auf einer ungeahnten Erfolgswelle. Vom Zweitliga-Dritten Augsburg durfte vor Saisonstart ein so gutes Abschneiden nicht unbedingt erwartet werden. Trainer Jos Luhukay hat die Schwaben im Griff und steuert sogar in Richtung Aufstieg. Allerdings sind auch die favorisierten Gäste aus dem Rheinland oben auf. Ein Auswärtssieg in Frankfurt und das Erreichen des zwölften Ranges ließ in der Domstadt schon die Rufe nach dem Erreichen eines internationalen Platzes laut werden und prompt folgte der nächste Streich: Man holte im Heimspiel gegen den Hamburger SV nach einem 1:3-Rückstand noch ein 3:3-Unentschieden. Dennoch will man sich in Köln die Chance, über den Pokal in die Europa League zu kommen, nicht verbauen und zog alle Register: Trainer Zvonimir Soldo strich seinen Kickern die Teilnahme an der Karnevalssitzung des Clubs an diesem Montag (8.2.2010). "Die Mannschaft ist nicht dabei und ich denke, dass jeder weiß, was dieses Spiel für den Verein und die Spieler bedeutet", unterstrich der Coach. Karneval am Rhein und die Spieler dürfen nicht hin. Eine ernstere Vorbereitung kann es für die Kölner nicht geben, der FCA muss sich vorsehen.

Osnabrück gegen Schalke

Schalker Mannschaftsbus steht auf einer Wiese. Foto: dpa

Schalke muss auswärts beim Favoritenschreck ran

VfL Osnabrück gegen Schalke 04, so lautet die letzte Paarung im Viertelfinale des DFB-Pokals. Auf dem Papier eine klare Angelegenheit, aber Papier ist ja bekanntlich geduldig. Die Königsblauen sind als Bundesliga-Dritter zwar der haushohe Favorit, allerdings müssten sie gewarnt sein. Für das Team von Trainer Felix Magath geht es zwar "lediglich" zu einem Drittligisten, aber der hat es in sich. Nicht nur, dass die Osnabrücker aktuell Spitzenreiter in ihrer Liga sind, sie sind auch der Pokalschreck der Runde. Die Niedersachsen schalteten im laufenden Wettbewerb schon die Erstligisten Hamburger SV und Borussia Dortmund aus. Ein hartes Stück Arbeit für den S04, zumal da die Osnabrücker für ihre heißblütigen Fans bekannt sind.

Dreimal "Groß gegen Klein" und am Ende wird es sich aller Voraussicht nach wieder bewahrheiten: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.

Autor: Stefan Nestler/Calle Kops
Redaktion: Wolfgang van Kann

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