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Politik & Gesellschaft

Bremen - eine SPD-Hochburg

Das Bundesland Bremen ist seit Kriegsende fest in der Hand der Sozialdemokraten. Die SPD kann sich bei jeder Bürgerschaftswahl seit 1947 auf ihre Stammwähler verlassen.

Rathaus und Dom in Bremen (Foto: Fotolia)

Wahrzeichen Bremens: Rathaus und Dom

Bei acht Landtagswahlen im Bundesland Bremen konnten die Sozialdemokraten sogar die absolute Mehrheit erringen. In der abgelaufenen Legislaturperiode regierte die SPD im kleinsten deutschen Bundesland zusammen mit den Grünen, vorher mehr als zehn Jahre lang gemeinsam mit der CDU.

Beliebt

Bei den Bürgern des Zwei-Städte-Staates (Bremen und Bremerhaven) waren die jeweiligen SPD-Bürgermeister fast durchgängig beliebt. Lediglich fünf Regierungschefs haben in rund 66 Jahren die Geschicke des Landes gelenkt, nur einer bekam einmal einen Denkzettel der Wähler.

Der derzeitige Bürgermeister Jens Böhrnsen hat mit bald sechs Jahren noch die kürzeste Amtszeit. Er ist längst aus dem Schatten seines Vorgängers Henning Scherf herausgetreten, auch wenn Böhrnsen sich nicht ganz so volksnah gibt wie "der Lange". Scherf war zehn Jahre im Amt (1995-2005) und nahm gerne Bürgerinnen der Stadt in den Arm, was ihm den Spitznamen "Oma-Knutscher" einbrachte. Auf je 20 Jahre brachten es der erste Bremer Bürgermeister Wilhelm Kaisen (1945-1965) und sein Nachfolger Hans Koschnick (1965-1985). Der 82-jährige Koschnick genießt noch heute bei vielen Bürgern große Sympathie.

Unbeliebt

Karte Bundesland Bremen (Grafik: DW)

Das Bundesland Bremen besteht aus den Städten Bremen und Bremerhaven

Lediglich einer der fünf Regierungschefs, Klaus Wedemeier, wurde von den Wählern nach dem Bruch der Ampelkoalition (SPD, FDP, Grüne) abgestraft. Unter seiner Führung fuhr die SPD 1995 mit 33,4 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis im Land Bremen ein. Nach zehn Jahren war seine Amtszeit damit beendet. Wedemeier ist bislang der einzige, der mit Ende einer Legislaturperiode aus dem Amt schied.

Kaisen, Koschnick und Scherf nutzten jeweils die Halbzeit der Periode, um sich freiwillig zurückzuziehen und einem Nachfolger den Weg zu ebnen.

Autorin: Vera Jansen (dpa)
Redaktion: Christian Walz