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Fußball

Bremen bezwingt Inter und erreicht doch noch den UEFA-Cup

Werder Bremen schafft gegen Inter Mailand einen 2:1-Heimsieg, sichert sich nach dem Aus in der Champions League doch noch die Teilnahme am UEFA-Pokal-Wettbewerb und damit den Trostpreis.

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Pizarro (Mitte) erzielt den ersten Treffer für Werder Bremen gegen Inter Mailand

In der Champions-League ist Werder Bremen zwar ausgeschieden, doch den Trostpreis haben sich die Hansestädter dann doch noch gesichert. Im letzten Spiel der Gruppe B rangen die Werderaner keinen Geringeren als Inter Mailand mit 2:1 nieder, sicherten sich mit dem dritten Tabellenplatz die Teilnahme am UEFA-Pokal-Wettbewerb und dürfen damit im internationalen Geschäft überwintern. Als Gruppensieger erreichte Panathinaikos Athen die Runde der letzten 16. Die Griechen setzten sich gegen Anorthosis Famagusta mit 1:0 durch und verdrängten damit Inter Mailand noch auf den zweiten Platz.

Der Bremer Heimsieg war ebenso überraschend wie verdient

Champions Leaque Werder Bremen gegen Inter Milan

Bremens Özil (re) kämpft sich durch

Vor 35.000 Zuschauern im fast ausverkauften Weserstadion zeigten die Hanseaten nach langer Zeit einmal wieder, was sie eigentlich können und feierten verdientermaßen ein kleines Happy End. Der peruanische Nationalspieler Claudio Pizarro sorgte für den umjubelten Führungstreffer, als er in der 63. Minute einen Fehler von Mailands-Torhüter Julio Cesar nutzte und den Ball aus kurzer Distanz über die Linie schob. Für die Entscheidung sorgte dann Markus Rosenberg neun Minuten vor dem Schlusspfiff. Der Anschlusstreffer zum 2:1-Endstand von Zlatan Ibrahimovic in der 88. Spielminute kam zu spät für Inter.

Claudio Pizzaro war der Bremer Matchwinner

Torsten Frings gegen Ricardo Quaresma im Spiel Werder Bremen gegen Inter Milan

Frings kassiert die fünfte gelbe Karte und fehlt Bremen

Der in der Bundesliga ins Mittelmaß abgerutschte deutsche Vizemeister verdiente sich diesen Sieg durch großen Einsatz und viel Laufbereitschaft. Die favorisierten Gäste hingegen begannen äußerst pomadig, steigerten sich nur zögernd und waren nicht in der Lage, nach dem Rückstand noch einmal das Blatt zu wenden. Dass ausgerechnet Pizarro der Führungstreffer gelang, war kein Zufall. Der Südamerikaner war in seiner 75. Europacup-Partie praktisch der Alleinunterhalter im Offensivspiel der Norddeutschen, die neben dem gesperrten Mittelfeldregisseur Diego auch den verletzten Innenverteidiger Naldo ersetzen mussten. Pizarro und Abwehrchef Per Mertesacker waren die stärksten Akteure bei den Bremern, die gegen Teams aus Italien vor eigenem Publikum weiterhin ungeschlagen sind. Werder-Spielführer Torsten Frings sah schon die fünfte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb und ist damit für die nächste internationale Begegnung der Hanseaten gesperrt.

Unter dem Strich überwiegt an der Weser die Erleichterung

Thomas Schaaf vor dem Spiel Werder Bremen gegen Inter Milan

Bremens Coach Schaaf hatte dann doch Grund zur Freude

"Wir sind sehr zufrieden", sagte der äußerlich wie immer cool wirkende Werder-Coach Thomas Schaaf. "Mut und Leidenschaft" hatte er gefordert und blieb auch nach dem Erfolg zurückhaltend. Am Samstag gegen Wolfsburg werde sich zeigen, was dieser Erfolg wert sei, meinte Schaaf. Auch Geschäftsführer Klaus Allofs war erleichtert, dass nach der verpassten Chance in der relativ leichten Qualifikationsgruppe der Uefa-Cup doch noch erreicht wurde. "Die Freude ist jetzt riesengroß", sagte Allofs.

Michael Ballack steht mit dem FC Chelsea im Achtelfinale

Michael Ballack im Chelsea Trikot

Ballack mit Chelsea weiter

Unterdessen ist Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack mit dem FC Chelsea als Gruppenzweiter in das Achtelfinale der Champions League eingezogen. Der Club aus London gewann sein letztes Vorrundenspiel gegen den rumänischen Außenseiter CFR Cluj mit 2:1. Platz eins in Gruppe A vor Chelsea sicherte sich der AS Rom durch ein 2:0 gegen Girondins Bordeaux. Die Franzosen spielen im UEFA-Cup weiter.

Das Geschehen in den Qualifikationsgruppen C und D

In den Gruppen C und D hatten der FC Barcelona, Sporting Lissabon, Atletico Madrid und der FC Liverpool schon vor dem letzten Spieltag das Weiterkommen sichergestellt. So konnte sich "Barca" getrost eine 2:3-Heimniederlage gegen den ukrainischen Klub Schachtjor Donezk leisten. Platz eins in der Gruppe C war auch nach dem 1:0 -Sieg von Sporting Lissabon beim FC Basel nicht mehr in Gefahr. Die Portugiesen wurden Zweiter, Donezk spielt im UEFA-Cup weiter. Liverpool sicherte sich durch einen 3:1-Erfolg beim niederländischen Meister PSV Eindhoven den Sieg in der Gruppe D. Mit Platz zwei hinter Liverpool musste sich Atletico Madrid zufrieden geben, das beim Tabellendritten Olympique Marseille 0:0 spielte. Die Franzosen stehen im UEFA-Cup.

Bayern kämpft am Mittwoch in Lyon um den Gruppensieg

Champions League Luca Toni

Toni (weiß) im Spiel der Bayern gegen Steaua Bukarest

Im Gegensatz zu Werder Bremen hat sich der zweite deutsche Teilnehmer in der Champions League, Bayern München, sicher für die nächste Runde qualifiziert. Allerdings kämpfen die Bayern im direkten Duell am Mittwoch auswärts beim französischen Serienmeister Olympique Lyon um Platz eins. Als Erster der Gruppe F hätte der deutsche Rekordmeister dann den Vorteil, im Achtelfinale einen Gruppenzweiten zugelost zu bekommen und im Rückspiel Heimrecht zu haben. Bei einer Niederlage oder einem 0:0 gegen Olympique Lyon müsste sich der FC Bayern wegen des schlechteren direkten Vergleichs (Hinspiel 1:1) mit Platz zwei in der Gruppe begnügen. Beim Unternehmen Gruppensieg müssen die Münchner auf zwei wichtige Kräfte verzichten. Die beiden Brasilianer Lucio (Erkältung) und Ze Roberto (Muskelprobleme) mussten kurzfristig passen und blieben zu Hause. Zudem flogen Lukas Podolski (Aufbautraining) und Christian Lell (Magen-Darm-Beschwerden) nicht mit nach Frankreich.

Die weiteren Achtelfinalteilnehmer stehen bereits fest

In den verbleibenden drei Gruppen ist die Entscheidung um den Einzug in die nächste Runde bereits gefallen. Souverän im Achtelfinale stehen Manchester United und der FC Villarreal aus der Gruppe E, dort geht es nur noch darum, wer Erster und wer Zweiter wird. Dasselbe gilt für den FC Arsenal und den FC Porto in der Gruppe G sowie für Juventus Turin und Real Madrid in der Gruppe H.

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