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Amerika

Brasilienwahl: Staatschefin Rousseff in Umfragen vorne

Brasilien steht vor einem heißen Wahlsonntag. Es geht ums Präsidentenamt, aber auch um die Posten von Gouverneuren, Senatoren und Abgeordneten. Laut letzten Umfragen liegt Staatschefin Rousseff vorne.

Rund 143 Millionen Wahlberechtigte stellen am Sonntag die Weichen für die Zukunft Brasiliens. Staatschefin Dilma Rousseff (l) von der links-zentristischen Arbeiterpartei PT liegt in Umfragen bisher klar vor ihren beiden stärksten Gegenkandidaten. Dennoch wird sie wohl in die Stichwahl müssen. Nach einer Erhebung des Sensus-Institutes kann sie mit 37,3 Prozent der Stimmen rechnen. Auf Platz zwei liegt Ex-Umweltministerin Marina Silva (m) mit 22,5 Prozent vor Ex-Gouverneur Aécio Neves (20,6 Prozent).

Silvas Umfragewerte gingen in den vergangenen Wochen zurück. Sie hatte das Amt der Spitzenkandidatin der Sozialistischen Partei Brasiliens (PSB) nach dem Tod ihres Vorgängers Eduardo Campos übernommen, der am 13. August bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war. Neves tritt für die eher im Mitte-Rechts-Spektrum angesiedelte Sozialdemokratischen Partei PSDB an. Nur diese drei Kandidaten haben zweistellige Umfragewerte. Insgesamt stehen noch weitere acht Bewerber auf der Liste, die aber in Umfragen teils unter ein Prozent der Stimmen liegen.

Wahrscheinlich Stichwahl erforderlich

Für einen Sieg in der ersten Runde müsste die seit 1. Januar 2011 regierende Rousseff am Sonntag über 50 Prozent der gültigen Stimmen auf sich vereinen. Spannend bleibt, ob Silva oder Neves den Sprung in die Stichwahl schaffen. Nur die beiden bestplatzierten Kandidaten kommen in die zweite Runde am 26. Oktober.

Die Wähler entscheiden am Sonntag nicht nur über das Präsidentenamt, sondern auch über ein Drittel der Senatorenposten, über die Gouverneure (Ministerpräsidenten) der 26 Bundesstaaten und des Hauptstadt-Distrikts Brasília sowie die Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses. Die Wahlen werden von starken Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Allein in Rio sind nach mehreren Gewalttaten in Armensiedlungen 30.000 Polizisten auf der Straße.

hf/pg (dpa, afpd)