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Fußball

Brasilien und die Niederlande im Viertelfinale

Brasilien und die Niederlande sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und haben den Einzug in die Runde der letzten Acht geschafft. Für Chile und die Slowakei ist die WM nach dem Achtelfinale vorbei.

Juan schießt das 1:0 gegen Chile - Kaka jubelt (Foto: AP)

Kaká freut sich über das 1:0 durch seinen Teamkollegen Juan

Das südamerikanische Duell ging klar an den Favoriten. Eine halbe Stunde lang war es ein nervöses Abtasten mit zahlreichen Distanzschüssen auf Seiten der Seleção, die aber zunächst keine wirkliche Gefahr brachten. Dann übernahmen die Brasilianer die Initiative. Der Rekordweltmeister setzte Chile mehr und mehr unter Druck. In der 34. Minute war es Juan, der einen präzise geschossenen Eckball von Alves unhaltbar in die lange Ecke köpfte. "Das war ein wichtiges Tor, weil das Spiel bis dahin noch eng war", sagte der Torschütze. Die Chilenen hatten sich von dem Schock kaum erholt, als Luis Fabiano vier Minuten später zum 2:0-Halbzeitstand verwandelte.

Kaum Höhepunkte in Halbzeit zwei

Robinho nach dem 3:0 gegen Chile (Foto: AP)

Robinho stellt mit dem 3:0 den Endstand gegen Chile her

Zu Beginn der zweiten Halbzeit bemühte sich das chilenische Team zwar um verstärkte Offensive, ohne aber zu zwingenden Torchancen zu kommen. Die gab es vor 52.000 Zuschauern im Ellis-Park von Johannesburg dann erneut auf brasilianischer Seite. Robinho war in der 59. Minute zur Stelle, als die Abwehr der "La Roja" einmal mehr nicht im Bilde war. Ganz zufrieden war Robinho mit der Leistung seines Teams trotzdem nicht. "Wir müssen uns auf jeden Fall noch verbessern. Dann können wir auch gegen die Niederländer bestehen", meinte der Profi vom FC Santos. Mit dem 3:0 war die Entscheidung gefallen, ein paar ungenutzte Chancen folgten auf beiden Seiten, Tore gab es bis zum Schlusspfiff allerdings nicht mehr. Brasilien trifft damit im Viertelfinale auf die Niederlande.

Oranje mit knappem Sieg

Arjen Robben erzielt im Spiel gegen die Slowakei das 1:0 (Foto: AP)

Hollands Torjäger Arjen Robben trifft wieder

Zum ersten Mal stand Bayern-Profi Arjen Robben bei dieser WM in der Startelf der Niederländer. Der 26-Jährige hatte in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft einen Muskelfaserriss erlitten. Davon war im Spiel gegen die Slowaken nichts mehr zu sehen. Vor gut 60.000 Zuschauern in Durban erzielte Robben in der 18. Minute das Tor zum 1:0 für die Niederländer. Dabei setzte er sich briliant gegen drei slowakische Abwehrspieler und Torwart Jan Mucha durch. "Für ihn ist das natürlich fantastisch", lobte Trainer Bert van Marwijk den Rückkehrer. "Er hat wieder ein gutes Gefühl vor dem Tor." Es sollte allerdings einer der wenigen Höhepunkte in der ersten Halbzeit bleiben. Beide Teams agierten sehr vorsichtig und waren vor allem darauf bedacht, keine Konter zuzulassen.

Starke zweite Halbzeit der Niederländer

Dirk Kuyt trägt den Torschützen Wesley Sneijder. (Foto: AP)

Freude über den Einzug ins Viertelfinale

Die zweite Halbzeit begann mit einem starken Auftritt der Niederländer, die bereits nach fünf Minuten wiederum durch Robben nur knapp das Tor verfehlten. Nur eine Minute später verpasste Joris Mathijsen ebenfalls in aussichtsreicher Position. Erst nach gut einer Stunde kamen auch die Slowaken zu guten Torchancen, scheiterten aber an der holländischen Abwehr um Torhüter Maarten Stekelenburg. Insgesamt konnte das slowakische Team nicht an die überraschende Leistung beim 3:2-Sieg gegen Weltmeister Italien anknüpfen. Die Entscheidung zugunsten des Teams von Trainer van Marwijk fiel in der 84. Minute, als Wesley Sneijder wenig Mühe hatte, das leere Tor zum 2:0 zu treffen. "Es war nicht unser bestes Spiel, aber für heute war es gut genug", lautete die Bilanz von Torschütze Robben. In der Nachspielzeit kam die Slowakei durch einen Foulelfmeter des Nürnberger Bundesliga-Profis Robert Vittek zwar noch zum Anschlusstreffer, dennoch ist für die Mannschaft von Trainer Vladimir Weiss das WM-Turnier beendet.

Im Viertelfinale treffen die Niederländer nun auf den Sieger der Begegnung Brasilien gegen Chile, die am Montagabend (28.06.2010, 20.30 Uhr MESZ) in Johannesburg ausgetragen wird.

Die Deutschen vor dem Spiel gegen Argentinien

Miroslav Klose nach seinen Treffer im Spiel gegen England (Foto: AP)

Klose hat keine Angst vor Argentinien

Die deutsche Mannschaft feierte unterdessen ihren 4:1-Sieg gegen England. Einen Tag nach dem Einzug ins Viertelfinale gab Bundestrainer Joachim Löw seinem Team bis Dienstagabend (29.06.2010) frei. Torschütze Miroslav Klose freute sich über sein 50. Tor im 99. Länderspiel und kann sich eine weitere Karriere in der DFB-Elf gut vorstellen: "So lange mich meine Beine tragen, werde ich Fußball spielen", sagte der 32-Jährige. Vor dem nächsten Spiel gegen Argentinien am kommenden Samstag ist ihm nicht bange. "Wir haben die Qualität, Argentinien zu schlagen."

Autor: Joachim Falkenhagen
Redaktion: Olivia Fritz

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