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Sport

Brasilien mit Nullnummer gegen Mexiko

Es ist ein Rückschlag für die Selecao im zweiten Gruppenspiel. Denn der WM-Gastgeber der kann erneut nicht überzeugen. Neymar und Co. verzweifeln am mexikanischen Schlussmann Ochoa.

Brasilien hatte vor der Partie gegen Mexiko nicht nur das WM-Achtelfinale im Blick. Denn es gab da noch etwas gut zu machen. Zu tief saß der Stachel des verlorenen Olympia-Finals gegen "El Tri" vor zwei Jahren im Londoner Wembley-Stadion. Aber die Revanche von Fortaleza glückte nicht! Im mit 60.000 Zuschauern ausverkauften Estadio Castelao gab es ein enttäuschendes 0:0.

Beide Teams konnten nahezu unverändert ihre Siegermannschaften des ersten Spieltages aufbieten. Lediglich Hulk musste Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari durch Ramirez vom FC Chelsea ersetzt werden. Der Gastgeber hatte von Beginn an auch mehr vom Spiel. Den großen Ballbesitz konnten Neymar und Co. aber nicht in wirklich zählbare Torchancen umsetzten. So waren es auch die Mexikaner, die in der 24. Minute die erste Großchance zu verzeichnen hatten. Héctor Herrera scheiterte jedoch mit seinem 25-Meter-Schuss an Schlussmann Julio Cesar. Kurz darauf zeigte sich erstmals Brasiliens Superstar Neymar, der bis dato nur durch seine neue Haarfarbe aufgefallen war. Der zweifache Torschütze des Eröffnungsspiels scheiterte jedoch mit seinem Kopfball aus acht Metern am gut aufgelegten Keeper Guillermo Ochoa (26. Minute). In der 44. Minute war Ochoa nach einem Freistoß erneut zur Stelle und rettete gegen Paulinho.

Brasilien scheitert an Mexiko-Keeper Ochoa

Nach dem Wechsel waren es erst einmal die Brasilianer, der die erste erwähnenswerte Chance zu verzeichnen hatten. Nach einer Flanke von Dani Alves in den Lauf von Bernard konnte Francisco Javier Rodriguez die Situation in höchster Not klären (48.). In der 55. Minute zog dann José Juan Vasaques aus 22 Metern einfach mal ab. Der Ball flog jedoch knapp über das Tor von Julio Cesar. Und die Mexikaner erhöhten in dieser Phase des Spiels den Druck und kamen zu weiteren Tormöglichkeiten: In der 56. Minute war es Herrera der an der rechten Strafraumecke Paulinho ausspielte und den Ball anschließend wieder nur knapp über das Tor setzte. In der 68. Minute wechselte Scolari den indisponierten Fred aus und brachte Jo. Die heimischen Fans bejubelten diesen Wechsel, denn Fred gilt nicht gerade als Fanliebling im WM-Gastgeberland.

FIFA Fußball WM 2014 Brasilien Mexiko Ochoa

Brasilien verzweifelt an Mexikos Torhüter Ochoa

Die Stimmung im Stadion war weiter gut. In der 69. Minute gab es dann die bis dato größte Chance für Brasilien in Führung zu gehen, doch Ochoa war heute fest entschlossen Brasiliens Sieg im Alleingang zu verhindern. Mexikos Torhüter parierte auch Neymars Schuss aus kurzer Distanz. Thiago Silva konnte sich in der 80. Minute beim türkischen Schiedsrichter Cüneyt Cakir bedanken, dass er nicht vom Platz gestellt wurde. Sein Foul von hinten in die Beine von Javier Hernandez blieb - bis auf die Gelbe Karte - ohne Folgen. Kurz vor dem Ende der Partie wurde Mexikos Torhüter Ochoa endgültig zum "Man of the Match", als er einen Kopfball vom zuvor verwarnten Thiago Silva aus vier Metern mit einem großartigen Reflex parierte. Und auch Julio Cesar konnte in der Schlussminute noch einmal sein Können unter Beweis stellen: Brasiliens Keeper entschärfte den Distanzschuss von Raul Jimenez. Am Ende freut sich Mexiko über das Unentschieden gegen den Gastgeber. Brasilien wird der Favoritenrolle erneut nicht gerecht und muss gegen Kamerun (23.06.2014, 22:00 MESZ) im letzten Gruppenspiel um den Gruppensieg und das Achtelfinale kämpfen.

Gewalt bei Protesten in Fortaleza

Vor dem Spiel Brasilien gegen Mexiko war es in der nordöstlichen Stadt Fortaleza zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen WM-Gegnern und Sicherheitskräften gekommen. Demonstranten bewarfen Polizisten mit Steinen, die Polizei setzte Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse ein, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. 30 Demonstranten seien festgenommen worden, etwa 300 Menschen hätten sich an den Protesten beteiligt. Kleinere Demonstrationen gab es auch in Rio de Janeiro und Belo Horizonte, Berichte über Gewalt gab es von dort aber nicht.

In den vergangenen Wochen und Monaten gab es in Brasilien immer wieder teils gewalttätige Proteste, bei denen die hohen öffentlichen Kosten für die WM und die im Jahr 2016 anstehenden Olympischen Spiele kritisiert wurden. An die hohe Mobilisierung aus dem vergangenen Jahr, als bis zu einer Million Menschen auf die Straßen gegangen waren, konnten die Aktivisten bislang aber nicht anknüpfen.