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Fußball

Brasilien besiegt den Mexiko-Fluch

Brasilien gewinnt gegen Mexiko und revanchiert sich für das verlorene Olympia-Finale. Das Gastgeberland zieht nun ebenso ins Halbfinale ein wie Italien, das nach einem turbulenten Match Japan knapp besiegte.

Neymar und Marcelo jubeln. (Foto: dpa)

Neymar (l.) sorgt für den Sieg über Mexiko.

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Gastgeber Brasilien verfolgt sein Ziel weiter mit Nachdruck, den Confederations Cup zu gewinnen. Mit 2:0 (1:0) bezwang die Mannschaft von Luiz Felipe Scolari die mexikanische Auswahl. Mexiko kassierte dagegen nach dem 1:2 gegen Italien bereits die zweite Niederlage.

Zuletzt standen sich Brasilien und Mexiko im Wembley-Stadion in London gegenüber, zum Endspiel des olympischen Fußballturniers. Für die Brasilianer kam es damals zu einer schmerzlichen Niederlage, gegen Mexiko waren sie chancenlos. Von insgesamt 14 Duellen der letzten 14 Jahre konnten sie nur drei gewinnen und hatten meistens das Nachsehen. Das änderte sich im zweiten Gruppenspiel des Confederations Cups.

Brasilien startet schwungvoll

Scolari schickte dieselbe Elf auf das Spielfeld, die zum Auftakt 3:0 gegen Japan gewonnen hatte. Und die Seleção legte gleich furios los, erzielte bereits in der 4. Minute ein Abseitstor. Beflügelt von den lautstarken Fans auf den Rängen der Arena in Fortaleza erspielten sich die Brasilianer Chance um Chance und durften in der 9. Minute zum ersten Mal jubeln: Maza klärte ausgerechnet in Richtung des brasilianischen Superstars Neymar. Der fackelte nicht lang, nahm den Ball mit seinem linken Fuß volley und jagte ihn unter dem Getöse der vielen brasilianischen Fans ins Netz. Es war bereits sein zweites Tor im Turnier, sein erstes hatte der künftige Barça-Spieler nach langer Torflaute zum Auftakt gegen Japan erzielt.

Sein baldiger Teamkollege Dani Alves hatte kurze Zeit später das 2:0 auf dem Fuß, doch der mexikanische Torwart José Corona fischte den Ball noch gerade eben aus dem Winkel. Doch so sehr die Offensivabteilung auch glänzte, so sehr offenbarte die Defensive Schwächen. Und so kam auch der Angstgegner Brasiliens zu seinen Chancen. Die zweite Halbzeit begann wie die erste – mit einer stürmischen brasilianischen Elf und einem weiteren brasilianischen Abseitstor. Mexiko, das sich noch nicht für die WM im kommenden Jahr qualifiziert hat, offenbarte Offensivschwächen. Dennoch war lange nichts entschieden, Mexiko drängte auf den Ausgleich. Aber es fehlte der Abschluss. Wie das geht, zeigt in der Nachspielzeit eindrucksvoll Neymar: Nach einem genialen Solo legte er auf seinen Mannschaftskollegen Jo auf, der nur noch einzuschieben brauchte. Und so feierte Gastgeber Brasilien seinen zweiten, ganz wertvollen Sieg.

Italien dreht das Spiel

Vize-Europameister Italien erreichte nach einem turbulenten Spiel beim Confed Cup vorzeitig das Halbfinale und verhalf damit auch Gastgeber Brasilien in die Vorschlussrunde. Die Mannschaft um Altstar Andrea Pirlo setzte sich in Recife gegen Asienmeister Japan nach 0:2-Rückstand noch 4:3 (1:2) durch. Im direkten Duell zwischen Italien und Brasilien geht es damit am Samstag in Salvador nur noch um den ersten Platz in Gruppe A. Japan und Mexiko sind vor ihrem Duell bereits ausgeschieden.

Der Italiener Giovinco erzielte in Recife das Siegtor gegen Japan (Foto: Reuters)

Der Italiener Giovinco erzielte in Recife das Siegtor gegen Japan

"Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Aber wir müssen uns jetzt gut erholen und schauen, dass wir unsere Akkus schnell aufladen. Gegen Brasilien müssen wir besser aufpassen", sagte Italiens Coach Cesare Prandelli. Sein Landsmann Alberto Zaccheroni, Trainer der Japaner, haderte: "Wir hatten die Chance auf den Sieg. Wir haben mit Courage und großer Hingabe gespielt und es der Nummer zwei in Europa, einem Kandidaten für den nächsten WM-Triumph, sehr schwer gemacht."

Keisuke Honda (21., Foulelfmeter) und der ehemalige Dortmunder Shinji Kagawa (32.) brachten Japan verdient in Führung. Daniele de Rossis Anschlusstreffer (41.) leitete die Aufholjagd der Squadra Azzurra ein. Ein Eigentor des Schalkers Atsuto Uchida (50.) und ein vom Wolfsburger Makoto Hasebe verursachter Handelfmeter, den Mario Balotelli sicher verwandelte (52.), brachten scheinbar Wende. Doch der Stuttgarter Shinji Okazaki glich noch einmal aus (69.). Okazaki und Kagawa trafen Pfosten und Latte (82.), doch dann entschied der eingewechselte Sebastian Giovinco das Spiel zugunsten der glücklichen Italiener (86.).

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