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Aktuell Kultur

Brasilianischer Schriftsteller Ribeiro ist tot

Einer der bekanntesten Autoren Brasiliens ist mit 73 Jahren an einer Lungenembolie gestorben. Vor allem mit seinem Roman "Brasilien Brasilien" erlangte João Ubaldo Ribeiro internationale Bekanntheit.

Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt, mit dem Prêmio Jabuti und dem Prémio Camões erhielt er sowohl den wichtigsten Literaturpreis Brasiliens als auch die bedeutendste Literaturauszeichnung des portugiesischen Sprachraums.

João Ubaldo Ribeiro wurde 1941 auf der Insel Itaparica, Bahia, geboren. Er studierte Politikwissenschaften, war als Journalist und Hochschuldozent in Rio de Janeiro und in den USA tätig und hat als Stipendiat in Lissabon und Berlin gelebt. Hier entstand auch seine Kolumne "Ein Brasilianer in Berlin".

Zu Deutschland hatte der brasilianische Schriftsteller eine besondere Beziehung: Zwischen 1990 und 1991 unterrichtete er an der Universität Tübingen. 1994 wurde ihm der Anna-Seghers-Preis auf der Buchmesse in Frankfurt verliehen. Als Kolumnist schrieb er neben brasilianischen Zeitungen auch unter anderem für "Die Zeit" und die "Frankfurter Rundschau".

az/pg (dpa/suhrkamp)