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Aktuell Deutschland

Brand in Flüchtlingsunterkunft in Herxheim

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hat in der rheinland-pfälzischen Ortschaft eine Flüchtlingsunterkunft gebrannt. Neun Asylbewerber konnten sich unverletzt retten. Die Polizei will Brandstiftung nicht ausschließen.

Das Feuer brach in einem Gebäude des Waldstadions aus, das als Flüchtlingsunterkunft dient. Die Brandursache war zunächst noch unklar. Die Polizei will Brandstiftung aber nicht ausschließen. Die Flüchtlinge wurden in andere Unterkünfte gebracht. Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte am Ort.

Schon vor einer Woche hatten bislang unbekannte Täter in Herxheim einen Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft verübt, in die demnächst Flüchtlinge einziehen sollten. Die Täter versuchten, drei mit einer Flüssigkeit gefüllte Kanister in Brand zu stecken. Einer der Kanister ging in Flammen auf und verursachte erheblichen Sachschaden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Angesichts des zweiten Brandes binnen einer Woche wollen die Gemeinde Herxheim und der Kreis Südliche Weinstraße ein Zeichen für die Willkommenskultur setzen. Für den Freitagabend wurde zu einer Solidaritätskundgebung mit den Flüchtlingen aufgerufen.

Bereits mehr als 800 Mal wurden in diesem Jahr Flüchtlingsheime in Deutschland attackiert. Insbesondere Brandstiftungen haben massiv zugenommen. Bis Anfang Dezember seien 817 Delikte gezählt worden, darunter 130 Gewalttaten, teilte das Bundeskriminalamt in Wiesbaden mit. Damit hat sich die Zahl der Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte im Vergleich zu 2014 bereits mehr als vervierfacht.

qu/sti (dpa, afp)