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Aktuell Nahost

Brahimi warnt vor Eskalation

Schon vor seiner Reise nach Damaskus hatte Syrien-Vermittler Brahimi die Erwartungen an seine Mission gedämpft. Nach einem Treffen mit Staatschef Assad scheint die Skepsis berechtigt.

Es waren keine neuen Erkenntnisse, die der internationale Sondergesandte Lakhdar Brahimi nach seinem Treffen mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad von sich gab. Er habe Assad vor einer Verschärfung des Konflikts gewarnt, sagte Brahimi. Dabei habe er den Eindruck gewonnen, dass Syriens Präsident den Ernst der Lage erkannt habe. "Der Konflikt ist nicht nur eine Gefahr für das syrische Volk, sondern für die gesamte Welt", sagte Brahimi und äußerte seine Sorge darüber, dass die Kluft zwischen den politischen Parteien immer größer werde.

Assad will politische Bemühungen fortsetzen

Von Syriens Staatschef Assad war ebenfalls wenig Neues zu vernehmen. Er betonte, dass die politischen Bemühungen für einen Dialog mit Blick auf eine Lösung der Krise im Lande fortgesetzt werden sollten.

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Syrien-Vermittler Brahimi trifft Assad

Es war Brahimis erster Syrien-Besuch, seit er am 1. September das Amt als internationaler Vermittler von seinem Vorgänger Kofi Annan übernommen hatte. Der frühere UN-Generalsekretär war unter anderem aus Verärgerung über die fehlende Unterstützung des Sicherheitsrates von seinem Posten zurückgetreten. Im höchsten UN-Gremium hatten Russland und China mehrmals Resolutionen gegen das syrische Regime verhindert.

Vor seiner Reise nach Damaskus war Brahimi bereits mit Vertretern der Arabischen Liga in der ägyptischen Hauptstadt Kairo zusammengetroffen. Vom Inhalt der Gespräche wurde nichts bekannt. Einen Plan für eine friedliche Lösung in dem Konflikt wolle er erst vorlegen, wenn er mit allen Parteien gesprochen habe, sagte der UN-Sondervermittler.

jh/GD (dpa, rtr, afp, dapd)

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