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Aktuell Nahost

Brahimi verlangt Unterstützung

Seine Aufgabe scheint unlösbar. Trotzdem will der neue Sondergesandte Brahimi dafür sorgen, dass der Syrien-Konflikt diplomatisch gelöst werden kann. Aber er stellt auch Bedingungen an seine Auftraggeber.

Bevor er sich ans Werk begebe, müssten noch viele Dinge geklärt werden, sagte der neue Syrien-Vermittler, Lakhdar Brahimi, in einem Telefoninterview der Nachrichtenagentur Reuters. Beispielsweise sei unklar, wer seine künftigen Gesprächspartner seien und welchen Plan er verfolgen solle. Vom Weltsicherheitsrat verlangte der 78-Jährige: "Wenn sie mich nicht unterstützen, gibt es auch nichts zu tun."

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Lakhdar Brahimi wird neuer Syrien-Gesandter

Der ehemalige algerische Außenminister hatte lange gezögert, den Posten des Vermittlers der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga im Syrienkonflikt anzunehmen. Noch ist nicht klar, was er anders machen kann als sein Vorgänger Kofi Annan, der kritisiert hatte, der Streit im Sicherheitsrat habe seine Arbeit behindert.

Rückhalt gefordert

Seit Monaten ist das höchste UN-Gremium gespalten, wie mit Syriens Präsident Baschar al-Assad verfahren werden soll. Großbritannien, Frankreich und die USA wollen härtere Sanktionen gegen dessen Regime. Russland und China sind dagegen. Nach Schätzungen der UN sind bei den seit 17 Monaten anhaltenden Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Aufständischen mehr als 18.000 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 170.000 Menschen sind geflüchtet.

Auch der Westen forderte vom Weltsicherheitsrat starken Rückhalt für Brahimi. Für einen erfolgreichen Einsatz sei das die Vorbedingung, sagte die EU-Spitzendiplomatin Catherine Ashton.

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Letzte UN-Beobachter verlassen Syrien

Russland offen für Zusammenarbeit

Russland kündigte in einer Mitteilung an, eng mit Brahimi zusammenarbeiten zu wollen. Seine Mission könne aber nur bei einem Waffenstillstand Erfolg haben. Die Verantwortung für ein Ende der Kampfhandlungen trügen die ausländischen Mächte, sagte Außenminister Sergej Lawrow dem Fernsehsender Sky News Arabia.

In Syrien zogen die noch verbliebenen UN-Beobachter ab. Nachdem alle Bemühungen um Eindämmung der Gewalt gescheitert waren, hatte der Sicherheitsrat am Donnerstag beschlossen, die Beobachtermission zu beenden. Die Vereinten Nationen wollen nur ein Verbindungsbüro in dem Land lassen, das künftige Friedensbemühungen unterstützen soll.

Die Truppen Assads und Aufständische lieferten sich derweil weiter erbitterte Gefechte. Aktivisten berichten, in Damaskus sowie in Aleppo und in den Provinzen Homs, Daraa und Deir as-Saur werde gekämpft.

uh/ml (rtr,dpa, dapd)

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