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Belgien

Brüsseler Attentäter identifiziert

Die Identität des mutmaßlichen Attentäters von Brüssel ist bekannt. Er hatte am Dienstag eine Explosion am Hauptbahnhof ausgelöst und war kurz darauf von Soldaten erschossen worden.

Wie der belgische Innenminister Jan Jambon dem Nachrichtensender VRT sagte, soll der Name des mutmaßlichen Attentäters allerdings erst später öffentlich gemacht werden, um die Ermittlungen nicht zu behindern. "Wir müssen nun auch schauen, wie sich der Mann radikalisieren konnte", sagte Jambon. Brüssel war am Dienstagabend womöglich nur knapp einem schweren Terroranschlag entgangen. Sicherheitskräfte hatten im Zentralbahnhof einen Verdächtigen niedergeschossen, der kurz zuvor eine kleinere Explosion ausgelöst haben soll. Die Staatsanwaltschaft teilte später mit, dass es sich bei dem Mann nach ersten Erkenntnissen um einen Terroristen gehandelt habe. Nach Angaben eines Augenzeugen soll er im Bahnhof "Allahu akbar " (Gott ist groß) gerufen haben.

Unklarheit über Explosion 

Wie der Mann die Explosion auslöste, darüber gibt es noch keine offiziell bestätigten Informationen: In ersten Berichten hatte es geheißen, die Explosion sei durch einen Sprengstoffgürtel ausgelöst worden. Später gab es aber Hinweise, wonach ein Koffer zur Explosion gebracht wurde. Der Sender VRT berichtete ohne Quellenangabe, dass der Mann eigentlich eine Nagelbombe haben zünden wollen. Sie funktionierte aber offensichtlich nicht wie geplant.

Bei dem Anschlag kamen außer dem mutmaßlichen Attentäter, der noch am Dienstag seinen Verletzungen erlag, keine weiteren Menschen zu Schaden. Der geräumte Bahnhof wurde durchsucht. Auch umliegende Gebäude würden vorsichtshalber geräumt. Die Bahngesellschaft SNCB teilte mit, der Bahnverkehr sei auf Anweisung der Polizei zeitweilig unterbrochen worden.

Die Terrorgefahr in der belgischen Hauptstadt wird seit den Anschlägen auf den Flughafen und eine U-Bahnstation im EU-Viertel im März 2016 nach wie vor als hoch eingeschätzt. Dabei waren 32 Menschen getötet worden. Zu den Taten bekannte sich die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat". Die Täter gehörten der gleichen Zelle an wie diejenigen, die für die Anschläge in Paris im November 2015 mit 130 Toten verantwortlich waren.

bri/stu (afp, dpa)