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Menschenhandel

Brüssel: Urteil im Prinzessinnen-Prozess

Ein Gericht in Brüssel hat acht Prinzessinnen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wegen Menschenhandels schuldig gesprochen. Sie sollen Angestellte in einem Brüsseler Hotel monatelang wie Sklaven behandelt haben.

Die acht arabischen Prinzessinnen sind wegen Menschenhandel zu jeweils 15 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Zudem legten die Richter in Brüssel eine Geldstrafe von jeweils 165.000 Euro für die Frauen fest. Angeklagt waren die Witwe eines Scheichs aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und sieben ihrer Töchter, weil sie ihre mehr als 20 Angestellten während eines Aufenthalts in einem Brüsseler Luxushotel 2007 und 2008 fast wie Sklaven behandelt hatten.

Den Vorwurf der unmenschlichen Behandlung sahen die Richter allerdings nicht erwiesen. Auch stellte das Gericht stellte keine Verstöße gegen das belgische Arbeitsrecht fest: Nicht die Prinzessinnen, sondern ein Unternehmen sei Arbeitgeber der Köche, Dienstboten und Kindermädchen gewesen. Ein mitangeklagter Verwalter der Scheich-Familie wurde freigesprochen. Sowohl die Ankläger als auch die Verteidiger signalisierten die Absicht, das Urteil anzufechten. Bei der Verkündung waren weder die Opfer noch die Angeklagten anwesend.

bri/myk (dpa)

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