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Kultur

Brügge ist Kulturhauptstadt 2002

Das belgische Brügge präsentiert sich als europäische Kulturhauptstadt 2002 mit einem umfangreichen Kunst- und Kulturprogramm. Die Eröffnungsfeier ging jedoch leider baden.

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Das Programm mit Ausstellungen, Konzerten, Theater, Architekturprojekten, Jugendfestivals und Aktionen sollte am 20. Februar 2002 um genau 20.02 Uhr starten. Die
Eröffnungsfeier musste jedoch wegen Sturms abgesagt werden. Die Feierlichkeiten enden am 17. November. "Künstler aus aller Welt werden nach Brügge kommen und dauerhaft ihre Spuren hinterlassen", sagte der Intendant und Festivalleiter von Brügge 2002, Hugo de Greef, vor Journalisten in Köln. Nach Antwerpen (1993) und Brüssel (2000) stellt Belgien bereits zum dritten Mal eine europäische Kulturhauptstadt.

140 Events im verjüngten Brügge

Rund 140 Veranstaltungen und drei große Ausstellungen präsentiert Brügge. Dabei stellt sich die belgische Stadt als Konzentrat des Alten Kontinents mit seiner reichen Kulturgeschichte dar, wie Intendant Hugo de Greef sagte. Bis dahin sollen die Verjüngungskur der drittgrößten Stadt Flanderns beendet, die historischen Gebäude restauriert und mit moderne Architektur ergänzt werden.

Erstmals soll eine umfangreiche Übersichts-Schau unter dem Titel "Jan van Eyck, die altniederländischen Maler und der Süden" die Wechselwirkung zwischen den sogenannten "Flämischen Primitiven" und ihren europäischen Zeitgenossen aufzeigen. Eine weitere Ausstellung können sich die Besucher im Stadtzentrum erwandern. Sie zeigt Brügges ökonomische Höhepunkte im 14. und 15. Jahrhundert. Die dritte Schau zeigt mittelalterliche Handschriften in historischen Gebäuden und verbindet sie mit modernen Kunstwerken.

Zahlreiche historische Gebäude renoviert

St. Annakirche in Brügge

St. Annakirche in Brügge

Neben der neuen Konzerthalle, die klassische Musik, Jazz, Tanz, Filmpremieren, Opern und Musiktheater bietet, stellte der Intendant zwei weitere Beispiele zukunftsweisender Architektur vor: Eine neue Brücke über den Kanal Coupure schließt den grünen Gürtel, wodurch Brügge wieder vollständig umwandert und umradelt werden kann. Als künftiges Markenzeichen wird bereits heute der vom japanischen Architekten Toyo Ito entworfene Pavillon gehandelt. Flankiert werden die Projekte durch das "Großreinemachen" zahlreicher historischer Gebäude.

Der 50 Millionen Mark teure Veranstaltungsreigen, der von Februar bis November mindestens fünf Millionen Besucher aus aller Welt anziehen soll, finanziert sich in erster Linie durch die Gelder der flämischen Regionalregierung, der Stadt Brügge und der Europäischen Union (EU). Zehn Millionen Mark haben private Sponsoren bereitgestellt. (pg)

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