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Aktuell Europa

Brände wüten in Touristenregionen

Dürre, Hitze, Temperaturen über 40 Grad - in Südeuropa brennen in vielen Gegenden Wälder. Menschen flüchten vor den Flammen. Besonders auf Touristeninseln verwüsten die Feuer weite Teile des Landes.

Erst hatte der Mistralwind einen Feuersturm im Norden Sardiniens ausgelöst, jetzt bedrohen Busch- und Waldbrände im Süden der italienischen Insel Häuser und einen Militärflughafen. Westlich der Hauptstadt Cagliari fürchten die Menschen um ihr Hab und Gut. Am Sonntag hatte ein Feuer bei San Teodoro im sardischen Nordosten 700 bis 800 Hektar Wald und Buschwerk verbrannt. 800 Touristen und Einwohner mussten fliehen. Die Polizei hatte Straßen und Strände gesperrt. In Mittelsardinien sind bereits 1000 Hektar trockenes Macchiagewächs in Flammen aufgegangen. Löschflugzeuge und Feuerwehren sind pausenlos im Einsatz. Auslöser für die Brände ist oft Unachtsamkeit von Spaziergängern.

Brände auch auf dem Festland

Auch auf dem italienischen Festland brennt es - im Pollino-Nationalpark im Süden des Landes. Innerhalb kurzer Zeit zerstörten die Flammen 600 Hektar Wald und Buschland. In Italien war es in den letzten Wochen extrem heiß. Deshalb hat die Zahl der Brände stark zugenommen. Das hat das staatliche Forstamt mitgeteilt. Seit Jahresanfang hat es weit über 70 Prozent mehr Feuer gegeben im Vergleich zum Vorjahr. Aber es ist nicht nur die Hitze, die leicht zu Bränden führt. Die Polizei schließt auch Brandstiftung nicht aus.

Feuer außer Kontrolle

Häuser sind von Brand auf La Gomera bedroht (Foto: picture-alliance/dpa)

Auf der kleineren Kanaren-Insel La Gomera mussten etwa 60 Menschen in Sicherheit gebracht werden

Auf den Kanarischen Inseln haben es die Sicherheitskräfte bisher nicht geschafft, die Waldbrände zu löschen. 200 Menschen auf Teneriffa und La Palma mußten Häuser und Hotels verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Hitze mit Temperaturen über 35 Grad und starker Wind erschweren es den Einsatzkräften, die Feuer unter Kontrolle zu bringen. Auf Teneriffa sind 1800 Hektar Wald verwüstet. Das Feuer droht auf den Naturpark um den Vulkan Teide überzugreifen. Dieser Park und die Gebiete drum herum gehören seit 2007 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Jedes Jahr sind dort viele Touristen zu Besuch. Die Behörden habe sie aufgefordert, den Park möglichst schnell zu verlassen.

Auf Mallorca haben Brände im Westen der Insel Waldgebiete zerstört. Einen Brand konnte die Feuerwehr eindämmen. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Hitzewelle in Portugal

Auch in Portugal haben die hohen Temperaturen Brände begünstigt. Dort ist es über 40 Grad heiß. Die schlimmsten Feuer im Norden und in der Gemeinde Póvoa de Santa Iria 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lissabon konnten die Einsatzkräfte eindämmen. Der Zivilschutz hat jedoch mehr als 130 Waldbrände gemeldet, die über das ganze Land verteilt sind. Bis Mittwoch soll dort die Hitze andauern. Das hat das meteorologische Institut prognostiziert. Danach kühlt es sich ab, und die Feuerwehr sieht gute Chancen, sämtliche Feuer zu löschen.

cd/pg (dpa, afp)