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Rohstoffe

BP will wieder im Golf von Mexiko bohren

Vor sechs Jahren explodierte im Golf von Mexiko die BP-Ölplattform Deepwater Horizon und verseuchte das Meer. Jetzt investiert BP wieder im Golf und will eine neue Bohrinsel bauen.

Umgerechnet 8,4 Milliarden Euro sollen in das neue Projekt mit dem Namen "Mad Dog Phase 2" fließen. Der britische Erdöl-Konzern will die Bohrinsel bis 2021 fertigstellen. Sie ist nach Unternehmensangaben für eine Kapazität von 140.000 Fass Rohöl pro Tag ausgelegt. An dem Projekt sind als Juniorpartner möglicherweise auch die Firmen BHP Billiton und Chevron beteiligt.

Das Ölfeld "Mad Dog" liegt im Golf von Mexiko rund 300 Kilometer südlich von New Orleans. Es wurde 1998 entdeckt und wird seit 2005 durch eine erste Förderplattform ausgebeutet. Nach neuen Probebohrungen in den Jahren 2009 und 2011 schätzt BP die Ölvorkommen dort mittlerweile auf mehr als vier Milliarden Fass. 

Angesichts der in letzter Zeit stark gefallenen Ölpreise hat der Konzern die Investitionskosten für das Bohrprojekt nach eigenen Angaben verglichen mit der anfänglichen Planung halbiert: "Tiefseeförderung kann trotz der niedrigen Ölpreise in den USA wirtschaftlich betrieben werden, wenn man auf Kosteneffektivität achtet", sagte BP-Konzernchef Bob Dudley bei der Vorstellung des Projekts.

Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko 2010 (Reuters)

2010: Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

"Deepwater Horizon"

BP betrieb im Golf von Mexiko auch die Ölplattform "Deepwater Horizon", auf der es im April 2010 eine verheerende Explosion gab. Elf Arbeiter kamen ums Leben. Die anschließende Ölpest hinterließ schwere Schäden in der Natur sowie für Fischerei und Tourismus. BP musste Strafen in Milliardenhöhe zahlen.

Im Laufe des letzten Jahres waren die Ölpreise weltweit um mehr als die Hälfte gesunken. In dieser Woche einigten sich die Öl-Förderländer des OPEC-Kartells auf eine Begrenzung der Fördermengen. Darauf hatten die Ölpreise und die Aktienkurse der Ölfirmen deutlich angezogen. Der Aktienwert von BP Shell und Statoil stiegen allein am Donnerstag um bis zu vier Prozent. Die Ölpreise waren innerhalb von drei Tagen um rund 12 Prozent gestiegen. Am Freitagmorgen gaben sie aber wieder nach. Der für Europa wichtige Preis für Öl der Sorte Brent  liegt aber weiterhin deutlich über 50 Dollar je Fass.

ar/hb (rtr, dpa – BP)

 

 

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