1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Amerika

BP gibt Aktion "Top Kill" auf

Schwerer Rückschlag im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko: Nach tagelangen Versuchen, das Bohrloch am Meeresgrund mit Schlamm abzudichten, hat der Ölkonzern die Operation "Top Kill" für gescheitert erklärt.

Strand im Golf von Mexico (Foto: AP)

Die Strände verseucht

Die Aktion, bei der tonnenweise Schlamm in das Bohrloch gepumpt wurde, habe den Austritt von Öl und Gas ins Meer nicht stoppen können, sagte BP-Manager Doug Suttles am Samstag (29.05.2010). Die Arbeiten wurden endgültig abgebrochen.

Arbeiten an der ölverseuchten Küste (Foto: AP)

"Top Kill" brachte keinen Erfolg

Die massive Verschmutzung des Meeres geht damit unablässig weiter. Jeden Tag fließen mehrere tausend Tonnen Rohöl ins Meer. Schon jetzt ist es die größte Ölpest in der US-Geschichte. Nach Einschätzung von Experten sind bislang rund 40.000 Tonnen Öl ins Meer gelangt.

Enttäuschung bei den BP-Managern

Die BP-Ingenieure hatten in den vergangenen Tagen mehrfach versucht, mit hohem Druck fast fünf Millionen Liter Schlamm und andere Gegenstände wie Plastikwürfel, Golfbälle und verknotete Seile in das Bohrloch zu pumpen. "Wir wissen nicht genau, warum es nicht geklappt hat", erklärte BP-Manager Suttles. Sein Konzernchef Tony Hayward sagte dem Fernsehsender CNN, er sei sehr enttäuscht.

Das Unternehmen will nun damit beginnen, eine andere Technik einzusetzen und das ausströmende Öl aufzufangen. Doch ob der Einsatz eines speziellen Auffangbehälters erfolgsversprechend ist, könne man erst innerhalb einer Woche sagen.

US-Präsident Obama im Katastrophengebiet (Foto: AP)

US-Präsident Obama reagierte enttäuscht

Auch US-Präsident Barack Obama äußerte sich enttäuscht über das Scheitern der bisherigen Bemühungen des Konzerns. In den vergangenen Tagen hatte die Küstenwache bereits von einem Erfolg gesprochen, war dabei aber offenbar falschen Informationen aufgesessen.

Auslöser der Ölkatastrophe war die Explosion der von BP betriebenen Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April. Mary Landry von der US-Küstenwache erklärte, inzwischen seien mehr als 270 Kilometer Küste und 13 Hektar Marschland verseucht.

Autor: Marko Langer (dpa, afp, rtr)

Redaktion: Michael Wehling

Audio und Video zum Thema