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Top-Thema – Podcast

Boulevard der Stars

Was Hollywood kann, kann Berlin auch: Ebenso wie in Amerika können Touristen in der Hauptstadt nun über 40 Sterne mit den Namen deutscher Filmstars spazieren. Der Platz für über 100 weitere Künstler ist schon reserviert.

Nun hat auch Berlin seinen "Walk of Fame". So heißt das berühmte Vorbild aus Hollywood. In der deutschen Hauptstadt liegt der "Boulevard der Stars" auf den Fußwegen des Potsdamer Platzes. Mit den in den Boden eingelassenen Messingsternen und dem roten Boden, der an den roten Teppich erinnern soll, lassen sich deutsche Filmstars nun das ganze Jahr lang bewundern.

40 Künstler wurden bisher für den "Boulevard der Stars" ausgewählt, weitere 110 sollen folgen. Zum Vergleich: In Hollywood können Filmfans über knapp 2500 Sterne spazieren. Mit dem 48 Zentimeter großen Stern samt Berufsbezeichnung und Unterschrift werden in Berlin z. B. deutsche Schauspieler wie Romy Schneider und Mario Adorf oder Regisseure wie Werner Herzog geehrt. Aber auch unbekannte Namen sind dabei, denn ausgezeichnet werden ebenso Künstler, die hinter der Kamera arbeiten.

Etwas Besonderes auf dem "Boulevard der Stars" sind die "magischen Kameras", die neben jedem Stern stehen. Wer hindurchguckt, sieht den Filmstar wie einen Geist über seinem Stern schweben. Die Projektion kann man sogar fotografieren: Filmfans können sich neben einen Stern stellen, um ein Foto mit ihrem Star zu bekommen.

Die Idee zum "Boulevard der Stars" hatte der Filmhistoriker Gero Gandert, der sich seit 2001 für die Sterne einsetzte. Er wollte die deutschen Filmstars wieder zurück ins Gedächtnis rufen. Dass er die Umsetzung seiner Idee noch erleben konnte, macht den 71-Jährigen überglücklich – der "Boulevard der Stars" war nämlich schon für 2004 geplant gewesen.

Glossar

Star, der (aus dem Englischen) – jemand, der sehr berühmt ist

Walk of Fame, der – ein Gehweg in Los Angeles, auf dem wichtige Persönlichkeiten mit einem Stern im Boden → geehrt werden

Vorbild, das – hier: die Vorlage

Boulevard, der (aus dem Französischen) – hier: eine sehr breite Straße

eingelassen – hier: im Boden befestigt

Messing, das – ein Metall

rote Teppich, der – der Teppich, über den Filmstars zu Preisverleihungen gehen

samt (mit Dativ) – zusammen mit

Regisseur/in, der/die – jemand, der Schauspielern sagt, wie sie spielen sollen

jemanden für etwas ehren – jemanden für etwas Besonderes → auszeichnen

jemanden für etwas auszeichnen – jemandem einen Preis verleihen

magisch – so, dass man etwas kaum erklären kann

schweben – sich über dem Boden bewegen, ohne ihn zu berühren

Projektion, die – ein Bild von etwas, das durch ein Gerät dargestellt wird

sich für etwas einsetzen – viel für ein bestimmtes Ziel tun

jemanden zurück ins Gedächtnis rufen – an jemanden erinnern

Umsetzung, die – hier: die Verwirklichung einer Idee

überglücklich – sehr glücklich

Fragen zum Text

1. Der rote Boden des "Boulevard der Stars" …

a) ist eine Erfindung aus Hollywood.

b) soll an den roten Teppich erinnern.

c) darf nur von Filmstars betreten werden.

2. Auf dem "Boulevard der Stars" …

a) findet man die Sterne von 110 deutschen Künstlern.

b) werden nur Schauspieler geehrt.

c) werden sowohl Regisseure als auch Schauspieler ausgezeichnet.

3. Durch die "magischen Kameras" kann man …

a) Geister sehen.

b) die Stars als Projektion betrachten.

c) den Erfinder des "Boulevard der Stars" sehen.

4. Ergänzen Sie diesen Satz: "Die Projektionen in den 'magischen Kameras' …"

a) lässt sich bewundern.

b) lassen sich fotografieren.

c) werden stehengelassen.

5. Wie heißt das richtige Verb? "Gero Gandel ist sehr erfreut darüber, dass seine Idee …"

a) eingesetzt wurde.

b) umgesetzt wurde.

c) erlebt wurde.

Arbeitsauftrag

Stellen Sie sich vor, in Ihrem Land gäbe es einen "Boulevard der Stars". Welche wichtigen Persönlichkeiten Ihres Heimatlandes würden Sie mit einem Stern auszeichnen? Nennen Sie drei Namen und erklären Sie, warum gerade er oder sie sich diese Auszeichnung verdient hat.

Autor/in: Nadine Wojcik/Lukas Völkel

Redaktion: Shirin Kasraeian

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