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Fußball

Botschafter in Fußballschuhen

Ein verbreitetes Vorurteil: Profifußballer können Fußballspielen und sonst nichts. Ein Irrtum, beweisen viele deutsche Kicker im Ausland. Sie sind Botschafter Deutschlands – und hoffen nun auf Ihre Stimme.

Rudi Gutendorfs Stimme klingt leise und bescheiden wenn er sagt: "Ich habe in meinem Leben nichts anderes gemacht als Fußball". Einerseits stimmt dieser Satz wohl bei diesem Mann, der 1926 geboren wurde und während des zweiten Weltkriegs in Koblenz das Fußball spielen lernte. Und andererseits greift Gutendorfs Selbstbeschreibung viel zu kurz. Denn er hat weit mehr getan, als nur Fußball zu lehren. In 28 Ländern vermittelte er auf seinen 56 Trainerstationen – übrigens ein Rekord – auch immer wichtige Werte an seiner Spieler, zeigte soziales Engagement und gab natürlich seine Faszination für das Spiel mit dem Ball weiter.

"Fußball kann sehr viel bewirken"

"Ich habe mich immer als deutscher Botschafter im Trainingsanzug gesehen. Fußball kann sehr viel bewirken", sagt Gutendorf, der schon in Fidschi, Nepal oder Tansania wirkte. Er lebt Fußball und ist der ideale Schirmherr für die Initiative Deutscher Fußball-Botschafter. Deren Idee: Während ihres Engagements im Ausland repräsentieren Trainer wie Spieler ihr Heimatland, sind Vorbild und Imageträger, stehen im Rampenlicht und haben daher eine besondere Verantwortung.

Miroslav Klose jubelt (Foto: Giuseppe Bellini/Getty Images)

Engagiert und beliebt in seiner neuen Wahlheimat Italien: Miroslav Klose im Trikot von Lazio Rom

Für den Publikumspreis der Initiative sind jetzt zehn im Ausland aktive deutsche Spieler und eine Spielerin nominiert. Der Preisträger und Kapitän dieser "11 für die Welt" wird aus diesem erlauchten Fußballerkreis stammen: Thomas Broich, Fabian Ernst, Arne Friedrich, Robert Huth, Sami Khedira, Miroslav Klose, Kevin Kuranyi, Per Mertesacker, Anja Mittag, Lukas Podolski und Mesut Özil. Abgestimmt wird auf der Seite des Deutschen Fußball-Botschafters. Der Publikumspreis ist mit 1.000,- € dotiert, die durch den Preisträger zweckgebunden für ein wohltätiges Fußball-Nachwuchsprojekt in seinem Tätigkeitsland eingesetzt werden.

Preisverleihung am 13. Mai

Zahlreiche prominente Fußballgrößen wie die Jurymitglieder Uwe Seeler und Peter Lohmeyer unterstützen die Initiative. Die Deutsche Welle sowie das Goethe-Institut geben der Initiative neben nationalen Partnern wie dem Sportmagazin Kicker oder der Deutschen Akademie für Fußballkultur ein internationales Gesicht.

Bei der Preisvergabe zählen das Ansehen und der sportliche Erfolg der Nominierten im Tätigkeitsland und deren nachhaltige Wirkung im Sportbereich zu den Kriterien.
Neben dem Publikumspreis wird am 13. Mai 2013 in Nürnberg auch der Award Deutscher Fußball Botschafter 2013 und der Ehrenpreis für das Lebenswerk verliehen. Nominiert für den Hauptpreis sind fünf Trainer, die lange im Ausland tätig waren oder sind: Otto Pfister, Holger Obermann, Michael Weiß, Bernd Stange und Jürgen Klinsmann. Laudator für den Publikumspreis ist Christoph Lanz, Multimedia-Direktor Global der DW, durch den Abend wird die DW-Moderatorin Neus Pérez führen. Und Rudi Gutendorf wird sicher auch dabei sein.

Video ansehen 07:08

Rudi Gutendorf: 56 Trainerstationen in 28 Ländern

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