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Aktuell Europa

Bosnien - Mission erfüllt

Zuletzt waren es noch zwei deutsche Soldaten, die ihren Dienst in dem früheren Bürgerkriegsland versahen. Der Einsatz der Bundeswehr dort währte länger als jede andere Mission der Truppe.

Die Bundeswehr hat die Mission zur Friedenssicherung in Bosnien-Herzegowina abgeschlossen und damit den bisher längsten Auslandseinsatz in ihrer Geschichte beendet. Bei der Verabschiedung der beiden letzten Bundeswehrsoldaten wurde in der Hauptstadt Sarajewo die deutsche Fahne endgültig eingeholt. Seit 1996 trugen rund 63.500 Soldatinnen und Soldaten dazu bei, dass der Friedensvertrag von Dayton eingehalten wird. Mit dem erzwungenen Kriegsende war der Bürgerkrieg in Bosnien (1992-1995) - das blutigste Gemetzel in Europa seit Endes des Zweiten Weltkriegs - beendet worden.

18 deutsche Soldaten verloren ihr Leben

Die Bundesregierung hat das Ende des Einsatzes damit begründet, dass alle militärischen Ziele erreicht seien. Die deutschen Soldaten waren innerhalb mehrerer internationaler Missionen aktiv, die abwechselnd von den Vereinten Nationen, der NATO und dann seit 2004 von der EU (EUFOR) geführt wurden. Deren wichtigstes Ziel war es, neue Feindseligkeiten zwischen den drei Bürgerkriegsparteien - Serben, Kroaten und muslimische Bosniaken - zu verhindern. Im Pulverfass Bosnien mussten Militärverbände demobilisiert und Waffen vernichtet werden. Schließlich wurden heimische Sicherheitskräfte ausgebildet, die Schritt für Schritt die Aufgaben der ausländischen Truppen übernahmen. 18 deutsche Soldaten verloren während der Einsätze ihr Leben.

Bereits im März 2011 hatte die letzte größere Einheit der Bundeswehr mit mehr als 100 Soldaten endgültig Bosnien-Herzegowina verlassen. In diesem Jahr war die deutsche Beteiligung auf maximal fünf Soldaten reduziert. Zuletzt hatte der Bundestag das Mandat Anfang Dezember 2011 verlängert.

sti/rb (dapd, dpa)