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Aktuell Afrika

Bombenterror in Maiduguri

Zwei belebte Märkte und einen Busbahnhof suchten sich die Terroristen als Ziel aus: Hinter den barbarischen Bombenattentaten im Nordosten Nigerias wird wieder die islamistische Boko Haram vermutet.

Maiduguri, die größte Stadt im Nordosten Nigerias, wurde von einer Bombenserie erschüttert. Es war der schlimmste Angriff seit Jahresbeginn, als Islamisten versucht hatten, die Stadt zu erobern. Mindestens 50 Menschen kamen nach offiziellen Angaben ums Leben, mehr als 40 wurden verletzt. In anderen Meldungen ist sogar von weit über 100 Verletzten die Rede.

Zuerst soll sich auf einem Fischmarkt eine Selbstmordattentäterin in die Luft gesprengt haben. Nur eine Stunde später ging auf einem anderen Markt eine weitere Bombe hoch. Wie ein Vertreter der Justizbehörden in Borno sagte, ereignete sich gegen Mittag ein dritter Anschlag an einem Busbahnhof nahe einem Büro der Sicherheitskräfte. Polizei und Armee machten die Terrorsekte Boko Haram für die Angriffe verantwortlich.

Truppen gegen Islamisten

Boko Haram kämpft seit dem Jahr 2009 mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias und tötete dabei bislang mindestens 13.000 Menschen. In jüngster Zeit startete Boko Haram zudem mehrfach Angriffe im Südosten des Niger und in Kamerun.

Die beiden Länder und der Tschad entsandten daraufhin Truppen in den Nachbarstaat, um den Vormarsch des Islamisten zu stoppen.

SC/jj (afpe, APE, rtre)