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Fußball

Bombendrohung im Teamhotel

Vor dem Länderspiel gegen Frankreich ist in Paris eine Bombendrohung gegen das Hotel der deutschen Fußball-Weltmeister eingegangen. Das Quartier der Nationalmannschaft wurde geräumt und von der Polizei durchsucht.

Nach dem Schreck am Vormittag flatterte vor dem verwaisten Quartier der Weltmeister am berühmten Pariser Stadtpark Bois de Boulogne rot-weißes Absperrband im Wind. Im Nobel-Hotel Molitor durchschnüffelten Spürhunde der französischen Polizei die edlen Räumlichkeiten von Kapitän Bastian Schweinsteiger und Co. nach einer möglichen Bombe - offensichtlich war es ein Fehlalarm. Doch die telefonische Drohung gegen die Unterkunft hatte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor dem Länderspiel am Abend im EM-Finalstadion gegen Frankreich massiv gestört.

"Das Hotel wird durchsucht, die Aktion wird etwa gegen 14.30 Uhr abgeschlossen sein", sagte eine Pressesprecherin der Polizei. Das Duell mit der Equipe Tricolore im Stade de France (Anstoß 21.00 Uhr MEZ, ab 20.45 Uhr im DW-Liveticker) sei aber nicht gefährdet, hieß es von DFB-Mediendirektor Ralf Köttker. Die Mannschaft habe das Hotel "in aller Ruhe" verlassen und halte sich in einem Sportzentrum unweit des berühmten Stade Roland Garros auf.

Tennis statt Vorbereitung

Von dort verbreitete der Deutsche Fußball-Bund (DFB) über Twitter Fotos der offensichtlich gut gelaunten Spieler. Die Kicker sahen sich auf dem Tennisplatz um, Schweinsteiger posierte mit Lukas Podolski vor einem Foto seiner Freundin, der serbischen Tennisspielerin Ana Ivanovic, die 2008 die French Open gewann. Teammanager Oliver Bierhoff hatte bei einem Sponsorentermin von der Drohung erfahren und war daraufhin zurück zur Mannschaft geeilt. "Es gab eine Drohung. Das Hotel wurde weiträumig abgesperrt und evakuiert", so Bierhoff.

Bundestrainer Joachim Löw sprach der Begegnung mit einem der Mitfavoriten im Vorfeld eine große Bedeutung zu. Für ihn beginne in St. Denis "die erste Phase der EM-Vorbereitung", sagte er über das "Spiel mit Brisanz". Letzteres hatte am Donnerstag aber noch einen ganz anderen Zungenschlag.

tu/sn (dpa/sid)

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