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Aktuell Europa

Bombenanschlag in Diyarbakir

In der türkischen Kurdenmetropole Diyarbakir hat es erneut einen Anschlag gegeben. Bei der Explosion einer Autobombe sollen laut Medienberichten mindestens drei Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden sein.

Bei einem neuen Anschlag im Südosten der Türkei sind mindestens 40 Menschen verletzt worden, darunter viele Polizisten. Eine Autobombe sei im Zentrum der überwiegend kurdischen Stadt Diyarbakir explodiert, als ein Polizeiwagen vorbeigefahren sei, teilten die örtlichen Behörden mit. Zahlreiche Rettungswagen rasten zum Ort des Anschlags, die Detonation war kilometerweit zu hören, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.

Auf der Straße wimmelt es von Sicherheitskräften und Kriminalbeamten, die den Anschlagsort untersuchen. Einzelne Wrackteile liegen auf der Straße. Ein großer Reisebus und ein kleiner ausgebrannter Minibus stehen dort. (Foto: Reuters)

Das ausgebrannte Wrack lässt das Ausmaß der Explosion erkennen

Angriff auf Polizisten und Zivilisten

Der mit Sprengsätzen gefüllte Minibus sei für diesen "Terroranschlag" präpariert gewesen, meinte ein Vertreter der örtlichen Regierung in einem Statement. Weiter heißt es in dem Schreiben, dass 45 Menschen durch die Explosion verletzt wurden, 12 Polizisten und 33 Zivilisten, die in einem nahegelegenen Teehaus am Straßenrand gesessen hätten. Drei von ihnen starben später im Krankenhaus an den Folgen, so das Stement weiter, lässt aber offen, ob es sich um drei Polizisten oder Zivilisten handle.

Die regierungstreue Nachrichtenagentur Anadolu spricht von einer Attacke durch Anhänger der kurdischen Arbeiterpartei PKK. Im Südosten der Türkei gehen die Sicherheitskräfte mit großer Härte gegen kurdische Rebellen vor, die wiederum regelmäßig Anschläge und Angriffe auf Polizisten und Soldaten verüben. Erst am Dienstag waren zwei Soldaten getötet worden, als in der Provinz Van im Südosten eine Bombe explodierte. Bei der Niederschlagung des Kurdenaufstandes wurden schon dutzende Zivilisten getötet und zehntausende Menschen in die Flucht getrieben.

pab/gri (AFP, dpa, rtr)